Ein neuer Trainer, ein isländischer Last-Minute-Einkauf mit dem klangvollen Namen Magnús Páll Gunnarsson und eine gefühlte Aufbruchstimmung – beim WSV Borussia könnte eigentlich alles im Lot sein.

WSV Borussia: Runge bereitet seinen Rückzug vor

„Kann auch anderswo investieren“

05. Februar 2009, 11:37 Uhr

Ein neuer Trainer, ein isländischer Last-Minute-Einkauf mit dem klangvollen Namen Magnús Páll Gunnarsson und eine gefühlte Aufbruchstimmung – beim WSV Borussia könnte eigentlich alles im Lot sein.

Doch rechtzeitig vor dem Rückrundenstart schlägt Präsident Friedhelm Runge Alarm.

"Man muss sich fragen, ob Wuppertal Drittliga-Fußball haben will", poltert der erfolgreiche Unternehmer. Und weiter: "Wenn das nicht so ist, kann ich mein Geld auch anderswo investieren." Bereitet da etwa jemand seinen Rückzug vor? Die Anzeichen mehren sich jedenfalls, dass sich die fast 18-jährige Ära Runge ihrem Ende zuneigen könnte. Ein möglicher Nachfolger stünde mit dem 2. Vorsitzenden Harald Hübener schon bereit.

Neben dem ausbleibenden Engagement größerer Sponsoren und der fehlenden Bereitschaft der Stadt, weiter in den Stadionumbau zu investieren, macht dem WSV-Boss offenbar auch der geringe Zuschauerschnitt zu schaffen. Denn der macht mit knapp 4.000 Fans nur einen Bruchteil der optimistisch kalkulierten 6.500 Zuschauer aus.

„Wenn sich im nächsten halben Jahr zeigt, dass sich die Wuppertaler nicht mit dem Verein identifizieren, muss man sich Gedanken machen“, folgert Runge. Doch der warnt angesichts des drohenden Abstiegs-Szenarios: „Über eines sollten sich alle klar sein – wenn man aus der 3. Liga absteigt, kommt man nicht mehr so schnell zurück.“

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