Es war sicher das „Comeback des Jahres“. Beim 0:0 in Nürnberg zauberte der seinerzeitige Schalker Teamchef Marc Wilmots in der vergangenen Serie den bis dato völlig in der Versenkung verschwundenen Sergio Pinto aus dem Hut. Der Deutsch-Portugiese nutzte seine Chance, war in den letzten zehn Saisonspielen nicht mehr aus der Anfangself weg zu denken.

SCHALKE 04 - Pintos rasanter Absturz

hb
20. Dezember 2003, 20:00 Uhr

Es war sicher das „Comeback des Jahres“. Beim 0:0 in Nürnberg zauberte der seinerzeitige Schalker Teamchef Marc Wilmots in der vergangenen Serie den bis dato völlig in der Versenkung verschwundenen Sergio Pinto aus dem Hut. Der Deutsch-Portugiese nutzte seine Chance, war in den letzten zehn Saisonspielen nicht mehr aus der Anfangself weg zu denken.

Es war sicher das „Comeback des Jahres“. Beim 0:0 in Nürnberg zauberte der seinerzeitige Schalker Teamchef Marc Wilmots in der vergangenen Serie den bis dato völlig in der Versenkung verschwundenen Sergio Pinto aus dem Hut. Der Deutsch-Portugiese nutzte seine Chance, war in den letzten zehn Saisonspielen nicht mehr aus der Anfangself weg zu denken.

Unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes änderte sich dies. Pinto profitierte zwar anfänglich zu UI- und UEFA-Cup-Zeiten von der Rotations-Freude des 58-Jährigen und kam in der Bundesliga bisher auf bereits acht Einsätze, aber das ist Geschichte. Aktuell spielt der 23-Jährige in Heynckes‘ Planungen keine Rolle und zählte wie schon gegen Gladbach, in Kaiserslautern und gestern gegen Wolfsburg nicht mal im Kader. „Ich will nicht sagen, dass er noch seine Ernsthaftigkeit sucht“, hebt Heynckes vorsichtig an, aber: „Als Hochleistungs-Sportler musst du täglich auf deinen Beruf fixiert sein. Nur so kommst du nach oben!“

Pinto teilt sein Schicksal mit Filip Trojan, der nach zuvor starken Auftritten zuletzt ebenfalls keine Berücksichtigung fand. „Das probate Mittel ist, den Trainer zu überzeugen, dass er nicht an dem jeweiligen Spieler vorbei kann“, betont Heynckes und erklärt: „Dass Sergio und Filip nicht in der Mannschaft oder im Aufgebot waren, hat nicht in erster Linie mit ihren Leistungen zu tun. Etliche Stammspieler sind zurück und drängen auf ihre Plätze. Da ist es für mich manchmal schwer, 18 Leute für den Kader zu bestimmen. Da gibt es auch mal Härtefälle.“

Schalkes „junge Wilde“, sie müssen ihren Tatendrang noch in die richtigen Bahnen lenken. Mike Hanke und Hamit Altintop sind auf dem besten Weg dorthin, Sergio Pinto und Filip Trojan haben aber ebenfalls das Zeug, auf Dauer erstklassig aufzutreten. „Bundesliga-Spieler bist du für mich erst nach zwei Jahren, vorher bist du nur ein Alumnus-Schüler“, sieht Heynckes seinen Nachwuchs noch als junge Studenten in Sachen Fußball.

Autor: hb

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