Dienstag-Abend, Lobby des Schalker Mannschafts-Hotels „Weißenburg“ in Billerbeck: Margret Wiese und Edith Modrickx von der UNICEF-Arbeitsgruppe Münster und die S04-Fans Robert Eres, Sandro Bartolucci sowie Holger Deitert hatten einen Termin mit Victor Agali.

SCHALKE 04 - Victor Agali spendete 774 Euro für UNICEF

hb
19. Dezember 2003, 09:52 Uhr

Dienstag-Abend, Lobby des Schalker Mannschafts-Hotels „Weißenburg“ in Billerbeck: Margret Wiese und Edith Modrickx von der UNICEF-Arbeitsgruppe Münster und die S04-Fans Robert Eres, Sandro Bartolucci sowie Holger Deitert hatten einen Termin mit Victor Agali.

Dienstag-Abend, Lobby des Schalker Mannschafts-Hotels „Weißenburg“ in Billerbeck: Margret Wiese und Edith Modrickx von der UNICEF-Arbeitsgruppe Münster und die S04-Fans Robert Eres, Sandro Bartolucci sowie Holger Deitert hatten einen Termin mit Victor Agali.

Der Nigerianer sollte einen Scheck in Höhe von 774,- Euro symbolisch in Empfang nehmen und an die Vertreter der Hilfs-Organisation übergeben. Die Summe war bei der Anzeigen-Aktion in RevierSport vom 4. Dezember übrig geblieben. „Nach dem Essen kam Victor direkt zu uns und nahm sich viel Zeit, sowohl für die Spendenübergabe als auch für ein längeres Gespräch. Dabei lernten wir einen überaus sympathischen und zurückhaltenden Menschen kennen“, schildert „Kontoführer“ Deitert das Zuammentreffen mit dem Star. „Da wir ja vereinbart hatten, dass der Überschuss der Aktion ‚Victor Agali - Einer von uns‘ an eine von Agali bestimmte Organisation gespendet werden sollte, hatte sich Victor dafür entschieden, das Geld dem Kinderhilfswerk UNICEF zukommen zu lassen“, erzählt Deitert. „Er spendet dort regelmäßig für diverse Projekte und überließ uns deshalb die Entscheidung, für welches UNICEF-Projekt das Geld bestimmt sei. Wir entschieden uns für eine Zweck gebundende Spende für den westafrikanischen UNICEF-Zweig.“

Nach dem „offiziellen Teil“ horchten die S04-Anhänger beim Stürmer nach, wie er sein Verhältnis zum Publikum inzwischen sieht. „Die Reaktionen haben mir gezeigt, dass es doch Fans gibt, die etwas von sportlicher Einstellung gegenüber dem Fußballsport verstehen und auch meine Leistung und mich als Menschen anerkennen“, gab Agali zu. Durch die außergewöhnliche Fan-Aktion, die vielen auf der Geschäftsstelle eingegangenen positiven E-Mails und auch die aufmunternden Sprechchöre fühlt er sich nun wieder als akzeptierter Spieler, der dadurch wieder die nötige Ruhe und das Selbstvertrauen bekommen hat. „Vorher war ich unsicher auf dem Platz, weil ich bereits die negativen Reaktionen der Fans vor dem Spiel im Kopf und somit Angst hatte, Fehler zu machen. Auch meine Tochter kann mittlerweile wieder lachen, nachdem sie sich längere Zeit nicht mehr ins Stadion getraut hatte“, berichtete Agali.

Vom frischen Rückenwind gestärkt, hält der Ex-Rostocker einen Verbleib auf Schalke über die laufende Saison nicht mehr für ausgeschlossen. „Ich sollte bereits in der Sommerpause verlängern, wollte aber wegen der offenen Trainerfrage vorerst abwarten, wie die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer funktioniert“, bemerkte Agali. „Vor einigen Wochen haben wieder Gespräche stattgefunden, aber wir haben uns wegen der turbulenten sportlichen Phase darauf geeinigt, uns später noch einmal zusammen zu setzen.“

Obwohl derzeit nur Ersatz hinter Mike Hanke und Gerald Asamoah, kommt dem 24-Jährigen die Philosophie von Jupp Heynckes sehr entgegen. „Der Trainer ist ein Verfechter des spanischen Fußballs. Manche Spieler hatten anfangs Probleme, sich auf diese Spielweise einzustellen. Aber mittlerweile hat die Mannschaft es verinnerlicht und wir merken, dass er bereits viele Titel in seiner Karriere geholt hat“, will Agali den persönlichen wie mannschaftlichen Aufschwung mit ins neue Jahr nehmen.

Autor: hb

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