Nicht jeder Spieler kann nach einem Wechsel beim neuen Verein  sofort an die alten Leistungen anknüpfen.

SC Verl: Christian Knappmann ist angekommen

„Ich hatte eine Bringschuld“

fu
03. Februar 2009, 08:11 Uhr

Nicht jeder Spieler kann nach einem Wechsel beim neuen Verein sofort an die alten Leistungen anknüpfen.

„Ich habe letzte Saison eine schlechte Rückrunde gespielt“, gibt Christian Knappmann zu. Der Mittelstürmer kam im Januar 2008 vom KFC Uerdingen zum SC Verl. In der gesamten Rückrunde kam er auf zehn Spiele und lediglich ein Tor. „Ich hatte eine Bringschuld“, erklärt der 27-jährige: „Umso zufriedener bin ich, dass ich in der Hinrunde fünf Buden gemacht und acht vorbereitet habe.“

Seinen Erfolg sieht der 1,95-Meter-Hüne auch in der Spielweise von Verl begründet: „Wir spielen mit einer defensiven Grundordnung. Gerade auswärts profitieren wir davon, weil wir den Gegner so auskontern können.“ Tatsächlich hat der SC Verl auswärts 16 Punkte geholt und ist damit nach Tabellenführer Kaiserslautern II (20 Punkte) das beste Auswärtsteam in der Hinrunde. Bei aller Freude bleibt der Blick auf den acht Unentschieden hängen.

Mit dem Aufstieg mag er sich daher kaum noch beschäftigen: „Bei elf Punkten Abstand auf Platz eins bleiben wir realistisch.“ Die Aussicht, dass keine Neuzugänge mehr kommen, stimmt ihn auch nicht optimistischer: „Einige Führungsspieler in der Mannschaft sind schon enttäuscht, weil wir geglaubt hatten, mit dem einen oder anderen Neuen würde die Rückrunde noch besser laufen.“ Die Abgänge von Enrico Maaßen, Fabian Großeschallau und Musemestre Bamba sieht er mit geteilter Meinung, denn „durch jeden Abgang sinkt auch immer die Qualität im Training, auch wenn nicht immer alle gespielt haben.“

Trotzdem ist der Wandervogel an der Poststraße heimisch geworden. Vergangene Woche verlängerte er seinen auslaufenden Vertrag um drei Jahre bis 2012, inklusive einer Ausbildung beim Ausrüster Sportlife.

Autor: fu

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