Heute Abend steigt auf dem Mönchengladbacher Bökelberg das Duell der beiden Borussen. Die Ausgangslage ist sowohl für die Gladbacher Borussia als auch für die Dortmunder Namenscousine gleich: Es zählt nur ein Sieg.

Borussen-Duell am Mönchengladbacher Bökelberg

bb
14. Dezember 2003, 17:09 Uhr

Heute Abend steigt auf dem Mönchengladbacher Bökelberg das Duell der beiden Borussen. Die Ausgangslage ist sowohl für die Gladbacher Borussia als auch für die Dortmunder Namenscousine gleich: Es zählt nur ein Sieg.

Der 16. Spieltag der Bundesliga wird am heutigen Sonntag mit zwei Partien abgeschlossen. In Mönchengladbach treffen die Gastgeber auf Borussia Dortmund. Die Westfalen wollen im Kampf gegen die schwächste Auswärtsbilanz seit 20 Jahren einen Sieg einfahren. Deshalb fordert Trainer Matthias Sammer "hellwache" Profis und drei Punkte am Bökelberg. Vor der Reise zum Borussen-Duell am Sonntag in Mönchengladbach weist die Jahres-Statistik der Westfalen für 2003 mit nur einem Sieg auf fremden Plätzen eine so schlechte Ausbeute wie zuvor nur in 1968 und 1983 aus. Parallel zum West-Schlager treffen sich der VfL Wolfsburg und Hannover 96 (beide 17.30 Uhr/live bei Premiere) zum Niedersachsen-Derby.

Obwohl Dortmund in der laufenden Spielzeit nur ein 1:0 bei Eintracht Frankfurt gelang, wahrte der BVB ungeachtet seiner Verletztenmisere die Chance auf den Sprung in obere Tabellengefilde. "Wir haben uns unsere Ziele gesetzt, und ob sie erreicht werden, sieht man am Ende der Saison und nicht der Hinrunde", meint Sportdirektor Michael Zorc, "abgerechnet wird am 22. Mai."

Kehl zurück im BVB-Team

Die personelle Situation wird auch vor dem Anpfiff am mit 34.500 Zuschauern ausverkauften Bökelberg nicht entspannen. Zwar kehrt "Rotsünder" Sebastian Kehl in die Mannschaft zurück, dafür fehlen jedoch Flavio Conceicao und voraussichtlich auch Ewerthon. Neben Salvatore Gambino wird in David Odonkor ein weiterer Youngster in der ersten Elf stehen. In Erinnerung an die 1:2-Pleite im DFB-Pokal im Oktober appelliert Sammer: "Wir sollten uns diesmal von Beginn an auf das Wesentliche konzentrieren."

Dortmunds Verlegenheitself kann Gladbachs Coach Holger Fach nicht blenden: "Es wird eine starke Dortmunder Mannschaft kommen. Es wird schwer genug. Es wäre deshalb fatal, wenn die Zuschauer beginnen zu pfeifen, wenn es nicht so läuft. Die Fans sollten uns helfen." Der einstige Gladbacher Profi, der in Kürze einen neuen Vertrag ("Wenn es ein Angebot gibt, wäre das eine Sache von zwei Minuten") unterschreiben soll, muss auf Abwehrstratege Jeff Strasser (Gelbsperre) verzichten.

Abwehrschwache Teams treffen sich in Wolfsburg

In Wolfsburg wollen die beiden abwehrschwächsten Teams der Liga einen weiteren "Tag der offenen Tür" verhindern. Zwar steht die "Schießbude der Liga" mit 33 Gegentoren in Hannover, doch die um nur drei Treffer bessere Statistik seiner "Wölfe" ärgert VfL-Trainer Jürgen Röber dennoch erheblich: "Wir haben in der Defensive bisher - gelinde gesagt - nicht optimal agiert."

Fast optimal jedoch ist Wolfsburgs Heimbilanz mit bislang sechs Siegen. Röber fordert denn auch gerade im Derby einen weiteren Erfolg im eigenen Stadion: "Das ist in der Region das wichtigste Spiel. Wir brauchen die drei Punkte, um am fünften Platz dranzubleiben."

Sein "96"-Kollege Ralf Rangnick ist nach zuletzt vier Zählern aus zwei Spielen etwas bescheidener. "Ein Punkt wäre klasse, drei überragend. Es wäre gut mit mindestens 20 Punkten in die Winterpause zu gehen."

Autor: bb

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