Der SV Werder Bremen hat durch einen 3:1-Erfolg in der Leverkusener BayArena den Spitzenplatz der Bundesliga übernommen. Für die Hanseaten trafen Ailton mit seinem 15. Saisontor, Mladen Krstajic sowie Krisztian Lisztes.

Ailton schießt Bremen an die Tabellenspitze

as
14. Dezember 2003, 10:24 Uhr

Der SV Werder Bremen hat durch einen 3:1-Erfolg in der Leverkusener BayArena den Spitzenplatz der Bundesliga übernommen. Für die Hanseaten trafen Ailton mit seinem 15. Saisontor, Mladen Krstajic sowie Krisztian Lisztes.

Werder Bremen wird immer mehr zum heißen Anwärter auf die deutsche Meisterschaft 2004. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf triumphierte im Verfolgerduell bei Bayer Leverkusen mit 3:1 (2:0), stürmte an die Spitze und hat damit die große Chance, zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte inoffizieller Halbzeitmeister der Eliteklasse werden.

Saisontor Nummer 15 für Ailton

Torjäger Ailton erzielte in der 42. Minute in typischer Abstaubermanier seinen 15. Saisontreffer, zwei Minuten später köpfte Mladen Krstajic eine Flanke von Johan Micoud zum 2:0 ein. Nach der Gelb-Rote Karte für Spielmacher Micoud wegen wiederholten Foulspiels (67.), der somit für das letzte Vorrundenspiel am 17. Dezember gegen Hansa Rostock gesperrt ist, kam Bayer noch zum Anschlusstreffer durch den ersten Bundesligatreffer von Jens Nowotny seit Oktober 2000 (72.). Der Kapitän sah in der Nachspielzeit nach einer "Notbremse" gegen Angelos Charisteas die Rote Karte, Krisztian Lisztes verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:3-Endstand.

Werder feierte damit im achten Auswärtsspiel den sechsten Dreierpack und brachte Bayer unter Trainer Klaus Augenthaler die erste Heimniederlage im neunten Bundesligaspiel in der BayArena bei. Leverkusen ist nun seit vier Runden ohne Sieg, holte nur drei Punkte und flog zudem im DFB-Pokal beim Regionalligaklub TSG Hoffenheim raus.

Effektiv und erfolgreich

Rationell, clever und mannschaftlich geschlossen - so trat der SV Werder in der BayArena auf. Zwar vermochte das Team von der Weser nicht zu brillieren, aber im Stile von Rekordmeister Bayern München demonstrierte Bremen Fußball mit Effektivität und Erfolg.

Leverkusen hatte zumindest vor der Pause seine Chancen. Aber die vergaben Brasiliens Weltmeister Lucio (21.) und Dimitar Berbatov (31.) gegen den großartig reagierenden Torwart Andreas Reinke. Werder machte es viel besser und DFB-Teamchef Rudi Völler kommentierte in der Halbzeitpause treffend: "Werder hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht - besser geht"s nicht."

Auch nach der Pause spulte Werder selbstbewusst und routiniert sein Programm herunter. Schlussmann Reinke hatte vor allem in der ersten Halbzeit einige gute Szenen. Innenverteidiger Krstajic hielt die kompakte Abwehr zusammen. Erst nach Nowotnys Anschlusstreffer gerieten die Bremer etwas ins Wanken und Bayer kam zu zwei weiteren Großchancen durch Neuville.

Autor: as

Kommentieren