SCHALKE - Mama Meryems Auftrag vor Altintop-Duell

sb
12. Dezember 2003, 09:01 Uhr

Die Altintop-Zwillinge sehen sich so ähnlich, dass Jupp Heynckes und Erik Gerets es vermutlich kaum merken würden, wenn man den einen Bruder in das Trikot des jeweils anderen stecken würde.

Die Altintop-Zwillinge sehen sich so ähnlich, dass Jupp Heynckes und Erik Gerets es vermutlich kaum merken würden, wenn man den einen Bruder in das Trikot des jeweils anderen stecken würde. Seit sie1992 im Alter von neun Jahren erstmals bei SW Gelsenkirchen Süd gegen den Ball traten, spielten die beiden gebürtigen Gelsenkirchener immer im selben Verein. Am 1. Juli 2003 trennten sich erstmals ihre Wege.

„Seitdem fiebern wir diesem Spiel Kaiserslautern gegen Schalke entgegen. Denn wir haben noch nie gegen einander gespielt. Höchstens mal im Training“, zählt Hamit Altintop bereits unruhig die Tage bis zum Samstag rückwärts. Und gibt zu: „Es wird bestimmt ein komisches Gefühl, seinem eigenen Bruder gegenüber zu stehen. Ich fühle mich ja jetzt schon anders als bei einem normalen Spiel.“

Aber nicht nur für die beiden türkischen U21-Nationalspieler, vor allem auch für Mutter Meryem Altintop ist diese erste Begegnung ihrer beiden Söhne natürlich etwas ganz besonderes. „Endstand eins zu eins, Tore Halil und Hamit Altintop. So lautet das ideale Ergebnis, wenn es nach dem Wunsch von meiner Mama ginge“, grinst Hamit. Und sorgt sich ein wenig um das Familienheil: „Für sie wäre wohl am schlimmsten, wenn einer von uns verlieren würde.“

Mental haben sich die 21-Jährigen bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag auf das große Bruder-Duell eingestellt. „Halil war beim Heimspiel gegen Mönchengladbach in der Arena und hat anschließend bei uns zu Hause übernachtet“, verrät der dreifache Torschütze in Diensten der Königsblauen. Fazit: „Es wird für uns eine ganz neue Erfahrung werden, aber ich freue mich total auf die Begegnung.“

Und was hat Hamit seinem „kleinen“ Bruder am Montag mit auf dem Weg nach Kaiserslautern gegeben? „Wir werden weiterhin wie immer jeden Tag bis zum Spiel telefonieren. Aber wir brauchen sechs Punkte bis zur Winterpause, um weiter nach oben zu kommen. Also auch drei am Samstag. Das tut mir leid für Halil.“

Autor: sb

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