Am heutigen Sonntag feiert Schermbeck endlich mal wieder ein echtes Großereignis. Denn im Westfalenpokal gastiert der SC Preußen Münster am „Waldsportplatz“.

SV Schermbeck: Pokalfight gegen Münster oder Hochzeit mit dem Decoder

„Die Maus jagt den Elefanten“

01. Februar 2009, 08:37 Uhr

Am heutigen Sonntag feiert Schermbeck endlich mal wieder ein echtes Großereignis. Denn im Westfalenpokal gastiert der SC Preußen Münster am „Waldsportplatz“.

Für die gerade erst umgebaute Arena wird es die Nagelprobe, denn die Verantwortlichen des SVS rechnen mit rund 1.000 Zuschauern. „Das wird klasse“, reibt sich SVS-Manager Michael Benninghoff die Hände.

Während der Funktionär mit einem warmen Euroregen rechnet, runzelt Coach Martin Stroetzel die Stirn. Denn mit Alexander Kaul, Mykolay Makarchuk, Stefan Schröder und Kevin Scherer fällt ein Quartett aus, dass sich mit den unterschiedlichsten Knieverletzungen herumplagt. „Das ist bitter, aber wir haben genügend Leute, die einspringen müssen und werden“, vertraut der Trainer seinen gesunden Akteuren.

Das ist auch nötig, denn schließlich geht es für Schermbeck um richtig viel Geld. Im Falle eines Sieges wäre die DFB-Pokal-Hauptrunde nur noch einen Erfolg entfernt. Doch diese Chancen wollen natürlich auch die Preußen nutzen. „Die Maus jagt den Elefanten“, sieht Stroetzel sein Team zwar in der Rolle des Außenseiters, aber „sicherlich nicht chancenlos, denn wir können mithalten“.

Und auch er rührt eifrig die Werbetrommel: „Herne hätte auch lieber gegen Münster als gegen Lotte gespielt. Aber wir haben nun den SCP und das sollen die Leute auch honorieren, indem sie zu uns kommen. Schmunzelnd legt er nach: „Wenn die Fans jetzt nicht hinter dem Ofen hervorkommen, dann weiß ich auch nicht mehr. Denn es gibt kein taktisches Geplänkel, sondern die Post wird abgehen. Ansonsten können sie sich doch direkt mit ihrem Premiere-Decoder verheiraten.“

Und wer weiß, vielleicht flackert genau darüber in der kommenden Saison ja auch der SVS. Denn zum DFB-Pokal fehlen nur noch zwei Siege und das nächste Großereignis könnte in Schermbeck bereits geplant werden. tr

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