Das „Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel“ beim WSV geht in die finale Phase.

WSV Borussia: Zwei Abgänger, drei Neuvorstellungen

Hutwelker-Comeback? Fuchs: "Kreis würde sich schließen"

28. Januar 2009, 21:29 Uhr

Das „Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel“ beim WSV geht in die finale Phase.

Und rechtzeitig vor dem Transferschluss am kommenden Samstag ist eine isländische Eiche mit dabei, die bis vor wenigen Stunden niemand auf der Rechnung hatte. Magnús Páll Gunnarsson, bis Ende 2008 beim Erstligisten UMF Breidablik unter Vertrag, stellte sich beim heutigen 2:2 bei Mönchengladbach II (Tore: Lamidi (2) – Lorenzón, Willers) vor. Auch wenn der Mittelstürmer nicht einnetzen konnte, zeigte sich Trainer Uwe Fuchs durchaus angetan von dem 28-Jährigen: „Das war eine ganz kurzfristige Geschichte. Aber er hat einen guten Eindruck gemacht.“

Das Nordlicht, in der abgelaufenen Saison bei 21 Einsätzen zwei Mal erfolgreich, könnte also quasi auf den letzten Drücker eine Chance haben. Denn bei Angelo Vaccaro, der sich ebenfalls um einen Platz im Sturm bemüht, scheinen die WSV-Verantwortlichen vom Gesamtpaket nicht vollauf überzeugt zu sein. Zwar soll für den Angriff aufgrund des Ausfalls von Dirk Heinzmann noch eine Verstärkung her, allerdings muss es sich dabei trotz der Absage von Wilhelmshavens Goalgetter Wojciech Pollok (siehe Seite 37) nicht zwangsläufig um Vaccaro handeln. Der 27-Jährige, im Winter bei den Stuttgarter Kickers aussortiert, wäre jedenfalls nicht für ein Schnäppchen-Gehalt zu haben.

Klar ist aber auch: Weitere Testspieler werden sich in dieser Woche nicht mehr vorstellen. „Man muss sehen, was der Markt hergibt“, betont Fuchs zurückhaltend. Der hat nämlich mit Karsten Hutwelker noch ein weiteres Ass im Ärmel, wenn auch nicht für die vorderste Front. Der 37-Jährige löste seinen Vertrag beim österreichischen Erstligisten SCO Altach Anfang Dezember auf und zeigte sich schon zum Abschluss der Hinrunde als Zuschauer in den Katakomben des Stadions am Zoo.

Seine lange Karriere würde der gebürtige Wuppertaler nur zu gerne bei seinem Ex-Klub beenden, für den er bereits in der Saison 1994/95 die Stiefel schnürte. „Wenn er nicht fit wäre, hätte er beim Test in Mönchengladbach nicht in der Startelf gestanden“, lässt Fuchs keine Zweifel an der Form des Routiniers aufkommen. Und weiter: „Er hat uns seine Hilfe angeboten. In Wuppertal würde sich der Kreis schließen. Wir werden sehen, was daraus wird.“

Und tatsächlich könnte für den Mittelfeldmann zu entsprechenden Konditionen noch ein Platz frei sein. Schließlich droht Mike Rietpietsch mit einem Leistenbruch lange auszufallen. Präsident Friedhelm Runge: „So wie es aussieht, haben wir auch auf dieser Position noch Bedarf.“

Finanziell könnten zwei Zugänge zu stemmen sein, denn auch im Abgangsbereich tut sich bei den Bergischen etwas: Fatlum Zaskoku wechselt zum NRW-Ligisten Germania Dattenfeld, Benjamin Barg stellte sich am Dienstag bei den Offenbacher Kickers vor. Der Defensiv-Allrounder durfte beim 2:1 gegen Kaiserslautern II über 90 Minuten ran und hinterließ einen ordentlichen Eindruck. „Es lief ganz gut, aber ich habe seitdem nichts mehr vom OFC gehört“, betont Barg, der schon gestern wieder in Wuppertal eintraf. Klar ist nur: „Wenn ich jetzt wechseln sollte, dann nur nach Offenbach.“

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