Torhüter Mathias Schober denkt offenbar über einen Wechsel zu einem Verein im Ruhrgebiet nach. Sowohl Borussia Dortmund als auch der VfL Bochum vermeldeten Interesse an dem Schlussmann von Hansa Rostock.

Schober zieht zurück in den "tiefen Westen"

20. November 2003, 12:18 Uhr

Torhüter Mathias Schober denkt offenbar über einen Wechsel zu einem Verein im Ruhrgebiet nach. Sowohl Borussia Dortmund als auch der VfL Bochum vermeldeten Interesse an dem Schlussmann von Hansa Rostock.

Mathias Schober zieht es offenbar zurück in die Heimat. Der Torhüter von Hansa Rostock steht nicht nur aufgrund der Bundesliga-Partie gegen den FC Schalke 04 (Samstag 15.30 Uhr) vor einer Rückkehr ins Ruhrgebiet. Sowohl der VfL Bochum als auch Borussia Dortmund vermeldeten jüngst Interesse an dem 27-Jahre alten Schlussmann, der gebürtig aus Marl stammt.

Rostock will Schober halten

"Meine Frau und ich haben dort viele Freunde und Bekannte. Unsere Familien leben in Marl und Recklinghausen, deshalb denkt man über ein Angebot aus der Region nach", meinte Schober. Bestätigen will der 1,90-m-Hüne das Interesse der Westklubs allerdings nicht. "Die Gespräche führt mein Berater Wolfgang Fahrian. Meine erste Adresse für Verhandlungen bleibt Hansa Rostock", stellt Schober fest.

An der Ostsee würde man den Schlussmann liebend gerne halten. "Er ist die klare Nummer eins und hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Wir haben ihm bereits ein gutes Angebot gemacht", erklärt Rostocks Manager Herbert Maronn. So leicht dürfte dem Hansa-Kapitän der Abschied von der Ostsee somit nicht fallen.

Schober sucht Sicherheit

Die letzten zweieinhalb Jahre gerieten für den zweifachen Familienvater in der Hansestadt zur Erfolgsstory. Nach Startproblemen als junger Bundesliga-Keeper bei Schalke 04 und dem Hamburger SV ist er in der Rostocker Abgeschiedenheit zu einem gestandenen Torhüter gereift. Mit nahezu 100 Bundesliga-Spielen verfügt er über einen gewachsenen Erfahrungsschatz und gilt auf dem "Markt" in Zeiten überforderter Jung-Keeper als echte Rarität.

Nach den Lehr- und Wanderjahren ist der nächste Vertrag für den langen Keeper von großer Bedeutung: "Wir fühlen uns sehr wohl in Rostock, doch ich brauche allmählich Planungssicherheit. In zwei Jahren kommt meine Tochter in die Schule, dann will ich nicht mehr so oft den Klub wechseln", meint Schober. Die sportliche Perspektive klammert er dabei nicht aus. Natürlich will der Hansa-Kapitän in der Bundesliga bleiben, doch dafür kann ihm insbesondere sein augenblicklicher Klub keine Garantie ausstellen.

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