Ein paar Stunden muss sich Steve Müller ebenso wie Sven Lintjens noch gedulden, ehe er sich ganz offiziell als Wuppertaler fühlen darf.

WSV Borussia: Müller wartet nur noch auf die Unterschrift

"Es ist schon alles klar"

25. Januar 2009, 11:17 Uhr

Ein paar Stunden muss sich Steve Müller ebenso wie Sven Lintjens noch gedulden, ehe er sich ganz offiziell als Wuppertaler fühlen darf.

Auch wenn die Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2010 noch nicht schriftlich fixiert wurde, der frühere Lübecker ist sich mit den Bergischen einig geworden. "Der Vertrag wird gerade noch aufgesetzt, aber es ist schon alles klar", betont Müller, der nach einem halben Jahr in Aue wieder mit Coach Uwe Fuchs zusammenarbeiten darf.

"Ich habe ein schlechtes Halbjahr im Erzgebirge gehabt, die Chemie hat einfach nicht gestimmt. Daher bin ich froh, dass ich jetzt wieder einen Trainer habe, der auf mich setzt", betont der Mittelfeldmann. Der dürfte nach den Erkenntnissen der ersten Vorbereitungswochen gute Aussichten auf einen Stammplatz auf der rechten Seite haben. "Ich habe ein gutes Gefühl", erklärt Müller zurückhaltend. Und man spürt förmlich, wie ihn das entgegengebrachte Vertrauen beflügelt.

Dafür nimmt der Familienmensch sogar in Kauf, dass er noch auf seine Ehefrau Daniela und die beiden Hunde Max und Geramina verzichten muss. Die harren in Chemnitz aus, bis der dortige Mietvertrag Mitte April ausgelaufen ist. "Wir sind auf Risiko gegangen und haben die Wohnung schon vor ein paar Wochen gekündigt", lächelt der 23-Jährige. Der wird sich in den kommenden Tagen auf die Suche nach einer neuen Bleibe machen, muss aber vorerst mit einem Zimmer im Wuppertaler "Novotel" vorlieb nehmen. Ein Schicksal, das er mit Nils Fischer und Teststürmer Angelo Vaccaro teilt. "Es ist ganz gut, wenn man nicht ganz allein ist. Dann kann man mit den anderen abends auch mal ein Bier trinken", erklärt Müller.

Es würde nicht verwundern, wenn ihm in der Schwebebahnstadt noch das ein oder andere Freigetränk angeboten wird. Schließlich war er es, der mit seinem Treffer den Erzrivalen Rot-Weiss Essen im vergangenen Sommer in die Viertklassigkeit schoss. "Ich habe schon gehört, dass ich bei den WSV-Fans vielleicht ein kleines Stein im Brett habe", betont Müller mit einem breiten Grinsen. Viel wichtiger ist ihm aber der Klassenerhalt mit den Rot-Blauen. Dass der erreicht wird, davon ist der Neuzugang überzeugt: "Ich bin erstaunt darüber, wie eine Mannschaft mit solch einer Qualität so weit unten stehen kann. Wenn wir die nötigen Tugenden einsetzen, kommen wir auf jeden Fall da raus."

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