Es dauerte eine gute Stunde, bis Niels Oude Kamphuis am Samstag aus der Kabine geschlichen kam.

SCHALKE 04 - Kamphuis über ein Geheimnis und den doofen Linke

hb
03. November 2003, 12:29 Uhr

Es dauerte eine gute Stunde, bis Niels Oude Kamphuis am Samstag aus der Kabine geschlichen kam. "Ich habe mir noch meine Knochen sortieren lassen", grinste der Holländer bester Laune.

Es dauerte eine gute Stunde, bis Niels Oude Kamphuis gestern aus der Kabine geschlichen kam. "Ich habe mir noch meine Knochen sortieren lassen", grinste der Holländer bester Laune.

Denn nach den 120 Minuten in Freiburg hatte sich Kamphuis "richtig schlecht gefühlt, meine Beine waren total schlapp". Schließlich war der Allrounder "fast vier Monate weg und habe erst jetzt wieder mein zweites Spiel gemacht".

Nach langen Wochen der Qual schnellte Kamphuis in dieser Woche von Null auf 100. Erst die Tortur im Pokal, nun aber der Triumph gegen die Bayern. "Das war ganz wichtig, wieder gut zu spielen und zu Hause zu gewinnen. Das gibt einen richtigen Schub für Donnerstag", glaubt der 25-Jährige. "Warum gerade gegen die Bayern immer gewinnen, kann ich mir auch nicht erklären. Vielleicht wollten die, konnten aber nicht", feixte Kamphuis.

Trotz des erfolgreichen Comeback fühlte sich der Ex-Enscheder gestern nicht als Shooting Star der Woche. das lag vielleicht auch daran, dass Kamphuis in allen drei spielentscheidenden Szenen maßgeblich beteiligt war. "Viele haben gedacht, dass es eine Schwalbe war", scherte sich der einmalige Nationalspieler nicht weiter um die Szene. Konkreter wurde Kamphuis bei Roten Karte. "Das Foul von Linke habe ich nicht verstanden. Wir haben vorher gehakelt, aber das war nicht so hart. Das war einfach dumm von ihm", wies der Torschütze zum 2:0 den Ex-Schalker zurecht.

Viel Lob erhielt Kamphuis von Jupp Heynckes, der feststellte: "Das ist ein Außenverteidiger der defensiver Mittelfeldspieler, wie ich ihn mit wünsche. Der hält immer seine Position", hält der S04-Trainer viel von "Totti".

Autor: hb

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