Nach einer bis dato gelungenen Vorbereitung und zwei Testspielsiegen in Spanien musste der VfL Bochum auf dem heimischen Trainingsplatz eine überraschende 0:1-Niederlage gegen den FSV Frankfurt hinnehmen.

VfL: Koller-Team beim 0:1 gegen FSV mit Akklimatisierungsproblemen

Dämpfer zur rechten Zeit

21. Januar 2009, 19:33 Uhr

Nach einer bis dato gelungenen Vorbereitung und zwei Testspielsiegen in Spanien musste der VfL Bochum auf dem heimischen Trainingsplatz eine überraschende 0:1-Niederlage gegen den FSV Frankfurt hinnehmen.

Gegen den Zweitliga Abstiegskandidaten vom Main konnte der VfL über weite Strecken nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen der Vorbereitung anknüpfen und enttäuschte. VfL-Trainer Marcel Koller: „Wir waren viel zu passiv. Ich habe sicherlich noch das eine oder andere ausprobiert, aber das war nicht das, was ich mir erhofft habe.“ Und dann stellte der Coach fast kopfschüttelnd fest: „Jetzt sind wir gerade einmal drei Tage in Bochum und schon fallen wieder fünf Spieler aus.“ Nach Slawo Freier und Marcin Mieciel meldeten sich am Morgen auch noch Anthar Yahia und Shinji Ono ab. Vor dem Anpfiff musste außerdem Matias Concha passen.
[infobox-right]VfL: Heerwagen (46.Renno) - Pfertzel, Maltritz, Mavraj, Bönig (72. Fuchs) - Azaouagh, Imhof (46.Schröder), Epalle (72. Dabrowski), Grote – Klimowicz (46. Sestak), Hashemian (46. Kaloglu)
Tore: 0:1 Mokhtari (49.)
SR: Christian Fischer
ZS: 500[/infobox]
Und so tat sich der VfL auf dem holprigen Boden in Abschnitt eins äußerst schwer. Doch der Trainer ignorierte diese Tatsache: „Der Platz darf keine Ausrede sein.“ Koller, der dem einen oder anderen noch Spielpraxis geben wollte, sah dann auch ein zerfahrenes Match gegen einen Gegner, der sich nach einer unerwarteten 0:6-Testspielklatsche gegen Bayer Leverkusen unbedingt rehabilitieren wollte. Und so hatte der VfL zunächst kaum gute Möglichkeiten. Koller: „Wir haben phasenweise im Spielaufbau einfach zu langsam agiert und haben es so dem Gegner leicht gemacht in der Abwehr kompakt zu stehen.“
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So waren Offensivaktionen selten und wenn dann hatte meistens Diego Klimowicz die besten Szenen. So in der 39. Minute als der Neuzugang an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt wurde. Doch der Freistoß von Joel Epalle landete in der Mauer. Pech für den Kameruner, dass er 19 Minuten vor dem Ende nach einem Schlag in die Achillessehne ausgewechselt werden musste. Epalle humpelte in die Kabine. Vor der Pause war es nochmal ein Kopfball von Klimowicz, der für Gefahr sorgte. FSV-Torhüter Patrick Klandt ließ den Ball nur abklatschen, aber Vahid Hashemian konnte dieses Geschenk nicht nutzen. Überhaupt harmonierten Klimowicz und Hashemian nicht so, wie zuvor Sestak und der Ex-Borusse.

In Abschnitt zwei dann war der VfL nach einem Fehler von Mergim Mavraj und dem damit verbundenen 0:1 durch Yussef Mokthari zeitweise völlig von der Rolle. Erst in der Schlussphase hatten Sestak (83.) und Dabrowski per Kopfball (84.) die Möglichkeiten die peinliche Niederlage zu verhindern. Das 0:1 gegen den Vorletzten aus Liga zwei ist ein Ärgernis, aber kein Drama und vielleicht ein Dämpfer zur rechten Zeit.

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