Edi Glieder hat einen gelungenen Einstand von Klaus Toppmöller als Trainer des Hamburger SV verhindert. Der Österreicher sicherte Schalke 04 mit einem Last-Minute-Treffer ein 2:2 (0:1) bei den Hanseaten.

Edi Glieder verdirbt Toppmöller-Einstand beim HSV

26. Oktober 2003, 10:31 Uhr

Edi Glieder hat einen gelungenen Einstand von Klaus Toppmöller als Trainer des Hamburger SV verhindert. Der Österreicher sicherte Schalke 04 mit einem Last-Minute-Treffer ein 2:2 (0:1) bei den Hanseaten.

"Alpen-Bomber" Edi Glieder hat Trainer Klaus Toppmöller das Debüt beim Hamburger SV vermiest. Der Österreicher erzielte drei Tage nach der Ablösung von HSV-Coach Kurt Jara in der 90. Minute den Treffer zum 2:2 (1:0) für Schalke 04 und bescherte den Königsblauen damit in letzter Minute nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt.

Bernardo Romeo (29./68.) hatte die Gastgeber vor 55.386 Zuschauern in der fast ausverkauften AOL-Arena mit zwei Treffern in Führung gebracht, der Argentinier Anibal Matellan (73.) den Anschlusstreffer markiert. Dennoch wartet die Elf von Trainer Jupp Heynckes weiter auf den ersten Sieg in Hamburg seit 1992.

Zum ersten Mal im vierten Heimspiel dieser Saison wurde der HSV von seinen Fans bei Halbzeitpfiff mit Applaus in die Kabinen verabschiedet. Die Hamburger zeigten von Anfang an eine engagierte Leistung, setzten die Königsblauen von der ersten Minute an stets unter Druck und drängten die Schalker tief in die eigene Spielhälfte.

Der Führungstreffer durch den Argentinier Romeo fiel nach einer Flanke von Christian Rahn, den Toppmöller im Gegensatz zu seinem Vorgänger als Linksaußen aufgeboten hatte und der mit seinen Flanken immer wieder für Gefahr sorgte. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit konnten die Hamburger im eigenen Stadion mit einer Führung in die Pause gehen.

"Hol uns hier raus, Klaus" hatten die treuesten HSV-Anhänger auf einem großen Plakat in der Nordkurve schon vor dem Spiel gefordert. Toppmöllers neue Mannschaft traf bei dem Versuch, die unteren Tabellenregionen zu verlassen, allerdings auf einen dankbaren Gegner. Die stark ersatzgeschwächten Schalker präsentierten sich über weite Strecken der Partie ohne Selbstvertrauen und schienen im ersten Durchgang nur darauf aus zu sein, das 0:0 zu halten und auf einen Fehler in der HSV-Abwehr zu warten.

Anders als bei Jara blieb ein Defensivpatzer diesmal jedoch bis zur 73. Minute aus. Da unterlief Torwart Stephan Wächter, der für den verletzten Martin Pieckenhagen (Kreuzbandriss) sein erstes Bundesliga-Spiel bestritt, eine Flanke, Matellan konnte zum Anschlusstreffer abstauben. Die Schalker, die zuvor nur durch Ebbe Sand in der 27. Minute eine gute Gelegenheit hatten, verstärkten in der Schlussphase den Druck, während die Hamburger auf Konter warteten.

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