Ausgerechnet beim wichtigen Spiel in Rostock muss Hertha-Coach Huub Stevens womöglich auf die Tribüne. Die Berliner wollen jedoch verhindern, dass der Holländer nach seinem

Stevens droht im Schicksalsspiel ein Tribünenplatz

us
22. Oktober 2003, 16:56 Uhr

Ausgerechnet beim wichtigen Spiel in Rostock muss Hertha-Coach Huub Stevens womöglich auf die Tribüne. Die Berliner wollen jedoch verhindern, dass der Holländer nach seinem "Platzverweis" gegen Leverkusen gesperrt wird.

Wenigstens in einer Frage sind sich alle Verantwortlichen beim Bundesligisten Hertha BSC Berlin einig. Trainer Huub Stevens soll sein Schicksalsspiel am Samstag bei Hansa Rostock (15.30 Uhr) auf jeden Fall von der Trainerbank aus verfolgen. Der Klub unternimmt alles, um eine drohende Sperre Stevens' und damit eine Verbannung auf die Tribüne zu vermeiden. Und das aus gutem Grund: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat bereits Strafantrag gegen den Coach gestellt. Das bestätigte DFB-Pressesprecher Harald Stenger auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Bis Donnerstag hat der Klub Zeit, dem Antrag zuzustimmen. In diesem Fall wird die Strafe rechtskräftig. Sollte der Tabellenletzte der Bundesliga nicht zustimmen, gibt es entweder ein Einzelverfahren oder eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht.

Hertha hat bereits Stellung genommen

Zuvor hatte Hertha dem Kontrollausschuss einen Bericht vorgelegt und darin die Sicht des Vereins zu den Vorfällen am Samstag bei der 1:4-Niederlage im Bundesliga-Duell gegen Bayer Leverkusen geschildert. Stevens wurde von Schiedsrichter Dr. Markus Merk (Kaiserslautern) wegen Beleidigung gegen Bayers Assistenztrainer Ulf Kirsten aus dem Innenraum des Stadions verwiesen. "Wiederholungstäter" Stevens droht der Verweis auf die Tribüne ausgerechnet im Schicksalsspiel, in dem ihn nur ein Sieg vor dem Rauswurf rettet.

Rekdal Favorit auf Stevens-Nachfolge

Derweil brodelt es in der Berliner Gerüchteküche weiter. Einer der größten Favoriten auf die Stevens-Nachfolge ist der Norweger Kjetil Rekdal, der in seiner norwegischen Heimat als Spielertrainer arbeitet. Der langjährige Kapitän der Herthaner ist mittlerweile 34 Jahre alt und hält nach wie vor einen guten Kontakt zum Hauptstadt-Klub.

Autor: us

Kommentieren