Der Champions League sei dank. Mit den Erlösen aus der TV-Vermarktung in der Königsklasse erzielte der BVB in der letzten Saison Einnahmen von 33,7 Millionen Euro. So sprang am Ende des Geschäftsjahres immerhin noch ein Plus von rund 3,3 Millionen Euro als Gesamtgewinn heraus.

BVB: Dank und Fluch der Champions League

rk
21. Oktober 2003, 14:55 Uhr

Der Champions League sei dank. Mit den Erlösen aus der TV-Vermarktung in der Königsklasse erzielte der BVB in der letzten Saison Einnahmen von 33,7 Millionen Euro. So sprang am Ende des Geschäftsjahres immerhin noch ein Plus von rund 3,3 Millionen Euro als Gesamtgewinn heraus.

Der Champions League sei dank. Mit den Erlösen aus der TV-Vermarktung in der Königsklasse erzielte der BVB in der letzten Saison Einnahmen von 33,7 Millionen Euro. So sprang am Ende des Geschäftsjahres immerhin noch ein Plus von rund 3,3 Millionen Euro als Gesamtgewinn heraus.

Da die Borussen in dieser Spielzeit bekanntlich in der Qualifikation im Elfmeterschießen gegen den FC Brügge scheiterten, fällt diese Quelle im laufenden Jahr aus. Das bedeutet, dass die Schwarz-Gelben entsprechende Ausgaben-Kürzungen, wie bei dem 20-prozentigen Gehaltsverzicht der Spieler, anstreben müssen oder auf der Gegenseite zusätzliche Einnahme-Alternativen suchen müssen.
Ein Uefa-Pokal-Spiel wird derzeit im TV nur mit rund einer Million Euro dotiert. Gelegen kommt den Dortmundern da die neue Kooperation mit dem Ausrüster Nike, der vom Juli an bis zum Jahre 2009 Gültigkeit besitzt.

Außerdem ist in der Bilanz auffällig, dass sonstige betriebliche Erlöse in Höhe von 30,6 Millionen Euro eingestrichen werden konnten. Mit der Veräußerung seiner Kommandit-Anteile hat der BVB einen Ertrag von 23 Millionen Euro erzielt. Die sind natürlich nicht alle zwölf Kalendermonate machbar.

Die Börse reagierte sehr positiv auf die vorgelegten Zahlen der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA mit einem Kurssprung der Aktie auf 3,78 Euro. Das ist immerhin ein Jahreshoch. Es könnte vielleicht noch einen weiteren Schub geben, wenn die am Freitag von Dr. Gerd Niebaum geäußerte Forderung, nach höheren Einnahmen aus dem Premiere-Vertrag Wirklichkeit werden sollte.

Während der Pay-TV-Sender angedeutet hat, von der kommenden Saison an die bisher gezahlten 150 Millionen Euro pro Jahr zu reduzieren, hält der "oberste Borusse" "eine Steigerung um mindestens 20 Prozent für angemessen."

Fazit: Das abgeschlossene Geschäftsjahr war trotz der schwierigen Zeiten zufrieden stellend, aber es bedarf harter Vorstandsarbeit, um im nächsten Herbst eine ähnlich gute Bilanz vorlegen zu können. Das ist der Fluch der verpassten Champions League.

Autor: rk

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