Lemke fordert ein Ende des Transfer-Streits

20. Oktober 2003, 13:25 Uhr

Bremens ehemaliger Manager Willi Lemke rät seinem Ex-Klub Werder, den Streit mit Schalke 04 zu beenden und aus den Fehlern zu lernen. "In Zukunft muss in solchen Fällen rechtzeitig miteinander geredet werden", so Lemke.

Nun mischt sich ein weiterer Kritiker in die Debatte zwischen Werder Bremen und Schalke 04 ein. Willi Lemke, von 1981 bis 1999 Manager der Norddeutschen, hat bessere klubinterne Kommunikationsstrukturen gefordert. "Das Kapitel um die Transfers von Krstajic und Ailton muss geschlossen werden, das Nachkarten ein Ende haben. Lernen müssen wir daraus, dass in Zukunft in solchen Fällen rechtzeitig und mehr miteinander geredet werden muss", sagte Lemke, Bremer Schulsenator und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesliga-Vierten, gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Nur leichte Kritik an Dr. Böhmert

Der 57-Jährige räumte ein, dass sich Dr. Franz Böhmert in seiner Position als Aufsichtsratsvorsitzender falsch verhalten habe, zu personellen Konsequenzen dürfe dieser Fehler aber nicht führen. Lemke: "Der Doktor hat jahrzehntelang als Präsident unentgeltlich für den Verein viel geleistet."

Dass eine solche Panne mit ihm als Manager nicht passiert wäre, wollte der SPD-Politiker im Gespräch mit dem sid nicht bestätigen: "Auch ich habe natürlich damals Fehler gemacht. Ich bedaure es nur, dass durch diesen Wirbel die sportliche Leistung der Mannschaft in der Öffentlichkeit zu wenig gewürdigt wurde."

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