VFL BOCHUM: "Arena-Sieg", damit Frank nicht von der Fahne geht

gp
17. Oktober 2003, 10:23 Uhr

Der Poker ist eröffnet. Seit einiger Zeit versucht der VfL Bochum fieberhaft, den Vertrag von Frank Fahrenhorst zu verlängern. Der Hüne, längst Leistungsträger geworden, besitzt inzwischen nicht nur bei Trainer Peter Neururer die ihm in der Öffentlichkeit lange verwehrte Anerkennung.

Der Poker ist eröffnet. Seit einiger Zeit versucht der VfL Bochum fieberhaft, den Vertrag von Frank Fahrenhorst zu verlängern. Der Hüne, längst Leistungsträger geworden, besitzt inzwischen nicht nur bei Trainer Peter Neururer die ihm in der Öffentlichkeit lange verwehrte Anerkennung.

Fahrenhorst ist eine feste Größe geworden, und das hat offensichtlich inzwischen seinen Preis. Der "Lange", der schon bei den VfL-Amateuren kickte, hat jegliche Vertragsgespräche zurückgestellt. Fahrenhorst: "Ja, es hat erste Gespräche gegeben. Aber ich möchte noch bis zum Dezember warten, bevor ich mich entscheide."

Frank Fahrenhorst nennt für seine Bedenkzeit zunächst rein sportliche Gründe: "Nach der Hinrunde kann man schon sehen, welche sportlichen Perspektiven der VfL hat. Und dann setzen wir uns nochmals zusammen." Auf keinen Fall will der Innenverteidiger noch mal zurück in die Zweite Liga: "Das tue ich mir nicht mehr an." Aber da kann ihn Peter Neururer beruhigen. "Für seinen Wunsch habe ich Verständnis. Aber den werden wir ihm wohl erfüllen können. Ich habe die Hoffnung, dass er bei uns bleibt."

Auf keinen Fall möchte er einen ähnlichen Transfer vornehmen wie sein ehemaliger Teamkollege Sebastian Schindzielorz: "Wenn es ein anderer Klub sein sollte, dann müsste der schon international vertreten sein. Einen sportlichen Abstieg kann ich mir nicht vorstellen."

Wäre da der nächste Gegner, Schalke 04, ein Kandidat? Fahrenhorst schmunzelnd: "Die haben doch schon zwei gute Spieler gefunden. Das reicht doch fürs erste." Der Innenverteidiger freut sich allerdings auf den Sonntag wie ein Schneekönig: "Meine persönliche Freude ist besonders groß, denn bei unserem letzten grandiosen Sieg auf Schalke durfte ich verletzungsbedingt nicht dabei sein. Jetzt hoffe ich auf eine Wiederholung."

Das hoffen natürlich auch die Verantwortlichen des VfL. Denn ein Sieg in der Arena würde die Bochumer Hoffnungen auf eine gute sportliche Zukunft weiter nähren. Und vielleicht geht dann am Saisonende dem VfL der Frank doch nicht von der Fahne.

Autor: gp

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