Langsam aber sicher vollzieht sich bei Borussia Dortmund der ersehnte personelle Rücklauf.

BVB-Gesundheitsreform: Lazarett muss weitere Zimmer schließen

raka
14. Oktober 2003, 09:57 Uhr

Langsam aber sicher vollzieht sich bei Borussia Dortmund der ersehnte personelle Rücklauf.

Langsam aber sicher vollzieht sich bei Borussia Dortmund der ersehnte personelle Rücklauf. Die Spieler füllen das Lazarett (hoffentlich) nicht weiter auf, sondern räumen ihre Zimmer auf der BVB-Krankenstation. So tauchte am Ende der Woche Juan Roman Fernandez wieder auf, meldete sich nach gelungenem Heilungsprozess in seiner Heimat Argentinien als gesund zurück. Da zeigte sich selbst Matthias Sammer begeistert: "Er ist topfit, nur vom Flug noch ein wenig müde. Am Sonntag wird er voll ins Mannschaftstraining einsteigen."

Auf ähnliche Fortschritte hofft Dortmunds Fußball-Lehrer bei Christoph Metzelder sowie Tomas Rosicky, die am Freitag sich noch mit Laufeinheiten zufrieden geben mussten: "Bei ihnen und Flavio Conceicao warten wir ab, wie sie auf die Belastung reagieren. Dann werden wir das Tempo steigern und sehen, wie die Reaktion ist." Mit großer Wahrscheinlichkeit sehr unterschiedlich. So verriet Leonardo Dede: "Ich habe mit unserer medizinischen Abteilung gesprochen: Jan Koller und Tomas Rosicky werden auf jeden Fall zurückkehren, bei Flavio stehen die Chancen ganz gut." Kapitän Metzelder, der die Frage auf sein mögliches Comeback schon gar nicht mehr hören kann, dagegen winkt eher ab, wenn er auf das Match gegen Austria Wien angesprochen wird. Da ist der Samstag mit dem Bundesligaspiel gegen Hannover 96 schon mit einer größeren Erwartungshaltung versehen.

Aber nicht nur die gerade Genannten, die unmittelbar vor ihrer Rückkehr stehen, sondern auch die Langzeitverletzten sorgen für Entspannung auf Sammers sorgengeplagter Stirn. "Bei Torsten Frings erleben wir einen begnadeten Heilungsprozess", sieht der Rotschopf mit Begeisterung dem Lauftraining des Ex-Bremers zu. Doch so ein Kreuzbandriss kann immer ungeahnte Nachwirkungen haben, deswegen bremst der Europameister von 1996 vor übertriebenen Erwartungen: "Es ist besser, wenn er im Januar vollkommen gesund einsteigt als zu früh."

So lange wird Amoroso nicht in Brasilien verweilen, der Goalgetter soll noch in diesem Jahr wieder auf Torjagd gehen. Und zwar in nicht allzu ferner Zukunft. Dede: "Ich habe mit ihm telefoniert und er hat mir gesagt, dass er in zwei Wochen wieder nach Deutschland kommt." Das Ticket für den Flug kann also schon gebucht werden. Hoffentlich befindet er sich dann in einer ähnlichen Verfassung wie Juan Fernandez. Lediglich der ebenfalls kreuzbandgeschädigte Evanilson wird noch eine längere Zwangspause in Kauf nehmen müssen. "Er wird mit Sicherheit mehr Zeit brauchen als Torsten Frings, denn seine Verletzung war viel komplizierter. Dementsprechend wird der Südamerikaner in seiner Heimat noch einige Monate verbringen müssen. Zumindest scheint da jetzt intensiv die Frühlingssonne.

Autor: raka

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