Mit dem ersten erzielten Treffer für Standard Lüttich lässt es sich für den Ex-Schalker Emile Mpenza in Belgien besser leben. Und auch seine veränderte Frisur ist ein Zeichen für die

Ex-Schalker Mpenza strahlt in neuem Look

10. Oktober 2003, 12:45 Uhr

Mit dem ersten erzielten Treffer für Standard Lüttich lässt es sich für den Ex-Schalker Emile Mpenza in Belgien besser leben. Und auch seine veränderte Frisur ist ein Zeichen für die "neue Etappe" in seinem Leben.

Die Kritik an Emile Mpenza nach seinem Wechsel zu Standard Lüttich schlug von allen Seiten auf ihn ein. Doch nachdem der ehemalige Schalker am vergangenen Sonntag mit seinem Klub 4:0 beim FC Antwerpen gewonnen und sein erstes Tor seit seiner Rückkehr nach Belgien erzielt hat, sind diese Stimmen verstummt. "Dieses Spiel hat mir richtig gut getan", meinte er freudestrahlend. Und Mpenza hatte schon vorher Grund zur Freude: Zwei Tage vor dem 4:0-Erfolg hatte ihn Belgiens Nationalcoach Aime Anthuenis in den Kader der "Roten Teufel" für das EM-Qualifikationsspiel gegen Estland am Samstag in Lüttich berufen.

Mit dem ersten Tor für Lüttich im Kopf verbreitet Mpenza nun auch wieder mehr Selbstbewusstsein: "Ich kann mich noch steigern, ich bin erst bei 70 Prozent meines Leistungsvermögens", glaubt Mpenza.

Mpenza nur als Spekulationsobjekt?

Es war höchste Zeit, dass der 40-malige Nationalspieler wieder für positive Schlagzeilen sorgte, denn viele Fans von Standard Lüttich hatten schon an der Zweckmäßigkeit seiner Verpflichtung zu zweifeln begonnen. Als der Heimkehrer Anfang September in Lüttich vorgestellt wurde, belegte Standard mit nur zwei Punkten Rückstand auf Anderlecht den zweiten Tabellenplatz. Und nach drei Niederlagen in Folge gegen Genk, Cercle Brügge und La Louviere braute sich über dem Stadion von Sclessin ein schweres Gewitter zusammen. So mancher fühlte sich in seiner Meinung bestätigt, dass Mpenza in Wirklichkeit nur ein Spekulationsobjekt seines Managers Lucien D´Onofrio ist, der auch bei Standard die Fäden zieht.

An Schalke denkt Mpenza lieber nicht zurück

Auf seine Zeit in Gelsenkirchen kommt der Torjäger nicht mehr gerne zu sprechen, schon gar nicht auf Schalkes Manager Rudi Assauer, der ihm das Leben zur Hölle gemacht habe: "Ich war so gestresst, dass ich bis zu zehn Kilo verloren habe." Mpenza ist nicht nur schlanker geworden, sondern hat sich auch einen anderen Haarlook zugelegt: "Meine neue Frisur ist auch ein Zeichen dafür, dass eine neue Etappe in meinem Leben begonnen hat." Er blicke nur noch nach vorne: "Das Thema Schalke ist für mich erledigt."

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