Bei Schalke 04 wird weiter an einer goldenen Zukunft gebastelt. Nach den Bremern Ailton und Mladen Krstajic sollen noch weitere Hochkaräter nach Gelsenkirchen kommen. Ein Kandidat ist der Argentinier Carlos Tevez.

Schalke bastelt schon am nächsten Coup

09. Oktober 2003, 13:18 Uhr

Bei Schalke 04 wird weiter an einer goldenen Zukunft gebastelt. Nach den Bremern Ailton und Mladen Krstajic sollen noch weitere Hochkaräter nach Gelsenkirchen kommen. Ein Kandidat ist der Argentinier Carlos Tevez.

Schalke 04 ist weiter mit offenem Geldbeutel unterwegs. Die Einkaufstour des Bundesligisten ist nach den Verpflichtungen der Bremer Ailton und Mladen Krstajic noch nicht beendet. "Die zwei Zugänge dürfen nicht alles sein, darüber haben alle im Verein einen Konsens gefunden", sagte Trainer Jupp Heynckes am Donnerstag: "Wir werden jetzt verstärkt nach jungen, hungrigen Spielern Ausschau halten."

Dabei ist der Argentinier Carlos Tevez offenbar ein Kandidat. Wie der 19 Jahre alte hoch talentierte Offensivspieler in einem Interview mit der Münchner Tageszeitung tz erklärte, ist neben Rekordmeister Bayern München auch Schalke und Champions-League-Sieger AC Mailand an einem Transfer interessiert.

Teves würde viel Geld kosten

Ein Hinderungsgrund für die Schalker, die sich für die neue Saison gerade erst die Dienste der ablösefreien Bremer Ailton und Krstajic gesichert haben, könnte die hohe Ablösesumme für den Spieler von Boca Juniors Buenos Aires sein. Laut tz soll dem argentinischen Klub das jüngste Angebot des FC Bayern von zwölf Millionen US-Dollar zu niedrig gewesen sein.

Schalkes Co-Manager Andreas Müller gab im kicker zu: "Ich habe ihn seit drei Jahren beobachtet." Tevez´ Berater Roberto Tessone sagte der tz: "Ich habe auch von Schalkes Interesse gehört. Aber laut Boca liegt noch kein offizielles Angebot vor." Die Bayern, die sich im Januar noch einmal um einen Transfer bemühen wollen, sollen ein Jahresgehalt von 1,5 Millionen Euro geboten haben.

Micoud wurde von der Liste gestrichen

Tevez selbst erklärte, er habe zuletzt mit Schalkes Anibal Matellan gesprochen. "Den kenne ich noch aus seiner Zeit bei Boca", sagte der nur 170 Zentimeter große Angreifer, der bei zwölf Einsätzen in der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Pendant zur Champions League, sechs Treffer erzielte. In seinen 46 Ligaspielen war er 15-mal erfolgreich. Für die argentinische Auswahl "U20" kam er bislang neunmal zum Einsatz.

Kein Thema auf Schalke ist indes der Bremer Spielmacher Johan Micoud, der an der Weser noch einen Vertrag bis 2005 hat. "Natürlich ist er ein sehr guter Spieler, aber es gibt noch andere gute Mittelfeldspieler in anderen Klubs in anderen Ländern und jüngere seiner Art in Deutschland", sagte Heynckes. "Don Jupp" versprach nach den bislang eher dürftigen Leistungen in der laufenden Saison einen deutlich stärkeren Kader für die nächste Spielzeit: "Wir wollen eine Mannschaft zusammenstellen, die wieder höheren Ansprüchen genügt. So schaffen wir bei unseren Fans wieder Illusionen. Das Umfeld sieht, dass man sich im Verein Gedanken macht."

Frühzeitiger Ailton-Wechsel von Bremen blockiert

Dabei wollen die Schalker nicht erst bis zum nächsten Sommer mit Verstärkungen warten. "Wir werden auf jeden Fall was machen" kündigte Manager Rudi Assauer mit Blick auf die Transferperiode vom 1. bis 31. Januar an: "Der Markt hat sich wieder nach unten auf ein normales Maß entwickelt."

"Das Präsidium denkt keinen Moment daran, sich vor der neuen Saison von einem der beiden zu trennen", sagte Werder-Mediendirektor Tino Polster zu den Gerüchten um einen Wechsel von Ailton und Krstajic schon in der Winterpause.

Autor:

Kommentieren