Der VfB Frohnhausen musste im Kellerduell mit dem SC Steele trotz zahlreicher Chancen eine bittere 0:1-Heimpleite einstecken und befindet sich weiter in akuter Abstiegsgefahr. „Eine Offenbarung war das ja nicht, aber für mich zählt nur, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben“, sagte SC Steele-Trainer Frank Boeder nach dem 1:0-Auswärtserfolg seiner Mannschaft.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 4: Frohnhausen verliert erneut - Tumulte nach dem Abpfiff

"Ich gehe mit meiner Laterne"

Aaron Knopp
19. November 2006, 22:08 Uhr

Der VfB Frohnhausen musste im Kellerduell mit dem SC Steele trotz zahlreicher Chancen eine bittere 0:1-Heimpleite einstecken und befindet sich weiter in akuter Abstiegsgefahr. „Eine Offenbarung war das ja nicht, aber für mich zählt nur, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben“, sagte SC Steele-Trainer Frank Boeder nach dem 1:0-Auswärtserfolg seiner Mannschaft.[i]Ein Ortstermin[/i]

In der Tat: die Leistung der Boeder-Truppe wusste nicht zu begeistern, reicht aber aus, da die Hausherren sich ihrerseits überaus gastfreundlich zeigten und gleich reihenweise Torchancen ausließen. Für Gesprächsstoff sorgte aber vor allem eine unschöne Szene, die sich erst nach dem Abpfiff ereignete.

„Ich kann auch nicht sagen, was da los war“, gab sich Gäste-Trainer Boeder ahnungslos. VfB-Torwart Tim Teige war zuvor mit dem Übungsleiter aneinander geraten. Teiges Vater, als Zuschauer anwesend, eilte hinzu und löste ein heftiges Handgemenge zwischen Spielern, Trainer Boeder und Teiges Vater aus. „Steeles Trainer hat unseren Torwart provoziert“, schilderte VfB-Coach Ernst Otten seine Sicht der Dinge.

Wenn die Szenen nach Abpfiff auch für das meiste Aufsehen sorgten – Fußball gespielt wurde vorher auch. Und es wurde mehr als deutlich, warum der VfB Frohnhausen nun seit Saisonbeginn, mit zwei Spieltagen Unterbrechung, permanent auf dem letzten Tabellenplatz rangiert und auf dem besten Weg ist, sich dort heimisch einzurichten. Die Chancenverwertung ist das große Manko der Frohnhauser. Zwar erspielte sich der VfB Torchancen zuhauf, ging jedoch viel zu fahrlässig damit um.

Ein Paradebeispiel für Effektivität hingegen waren die Gäste, die mit der einzig wirklich gefährlichen Aktion für die Entscheidung sorgten. Ulrich Storck erzielte in der 63. Minute das Tor des Tages – bezeichnenderweise per Freistoß. „Die haben das Tor gemacht und wir nicht. Das war eigentlich alles. Dabei haben die Chancen wieder mal für drei Spiele gereicht, das zeigt auch, warum wir da unten stehen.“

Besonders nach dem Gegentor versuchte der VfB alles, um die Partie noch zu drehen. Doch die Stürmer der Hausherren agierten im Abschluss derart unglücklich, dass es die wenigen Zuschauer, die sich trotz widriger Wetterbedingungen zum Kellerduell an die Hamburger Straße verirrt hatten, sogar zum Schmunzeln animierte. Allein Christian Maicher hatte gleich mehrmals den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. „Das ist wieder genau dasselbe wie in den letzten Spielen. Wir haben die Chancen, aber die anderen machen das Tor“, schüttelte Ernst Otten den Kopf. So heißt es für den VfB also vorerst weiter "Ich geh' mit meiner Laterne"....

Autor: Aaron Knopp

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