Die Krefeld Pinguine haben in dieser Saison wahrlich schon beschaulichere Tage verlebt. Wahrscheinlich sind es sogar die härtesten Wochen der Saison. Da bürdet der unerbittliche Spielplan der Liga ein Pensum auf, das einem Turnier alle Ehre machen würde und ausgerechnet jetzt nehmen sich die Niederrheiner eine spielerische Auszeit.

Krefeld Pinguine: Ehrenberger antwortet gelassen auf Abwerbungsversuche

Scott Langkow soll bald unterschreiben

Aaron Knopp
15. Januar 2009, 17:07 Uhr

Die Krefeld Pinguine haben in dieser Saison wahrlich schon beschaulichere Tage verlebt. Wahrscheinlich sind es sogar die härtesten Wochen der Saison. Da bürdet der unerbittliche Spielplan der Liga ein Pensum auf, das einem Turnier alle Ehre machen würde und ausgerechnet jetzt nehmen sich die Niederrheiner eine spielerische Auszeit.

Der Eindruck, dass die Selbstverständlichkeit abhanden gekommen ist, die Mannschaft den physischen Substanzverlust nicht mehr spurlos wegsteckt, erhärtet sich. Daran wusste natürlich auch die 2:3-Niederlage gegen Adler Mannheim nichts zu ändern. Trainer Igor Pavlov legt den Finger in die altbekannte Wunde: „Wir hatten so viele Powerplay-Chancen wie noch nie in dieser Saison. Aber wir haben die goldene Powerplayzeit einfach vernichtet. Wir müssen am Überzahlspiel noch sehr viel arbeiten.“

Viel Zeit für den Feinschliff bleibt dem Coach allerdings nicht, bereits am heutigen Donnerstag geht es zu den Augsburger Panthern und die lauern auf Platz acht, nur einen Zähler hinter den Pinguinen. Das Polster ist aufgebraucht, der KEV droht, aus den direkten Play-off-Plätzen zu rutschen. Manager Jiri Ehrenberger mahnt daher zur Besonnenheit: „Die letzten Wochen sind schon nicht spurlos an uns vorübergegangen, aber wir müssen uns jetzt auf das Positive konzentrieren.“

Auch wenn das schon ein paar Tage zurückliegt. Am 2. November konnten die Pinguine einen 5:0-Sieg bei den Bayern einfahren. „Das sollte uns Selbstbewusstsein geben. Die Jungs dürfen sich nicht so einen Kopf darüber machen, was alles schlecht war.“ Dennoch ist der Druck natürlich spürbar gestiegen, auch Ehrenberger will die Cracks nicht in Watte packen und fordert: „Wir müssen in den beiden nächsten Spielen punkten, dann stehen wir auch nach wie vor gut da.“

Ausgerechnet jetzt droht den Seidenstädtern aber weitere Unruhe. Denn das gute Abschneiden zieht nicht nur positive Begleiterscheinungen nach sich, auch andere Vereine sind auf die Leistungsträger der Pinguine aufmerksam geworden. Wie der Kölner Boulevard nun kolportierte, sollen sich die Vertragsverhandlungen mit Goalie Scott Langkow schwierig gestalten. Dieser fordere eine Verdopplung seines Gehalts, das derzeit noch bei 80.000 Euro liegen soll. Daher stehe er kurz vor einem Wechsel zu den Haien.

Ehrenberger kann darüber jedoch nur lachen: „Wenn sie ihm das Doppelte bieten, wird es schwer. Aber im Ernst: Ich weiß nicht, woher diese Zahlen und Gerüchte kommen.“ Stattdessen ist der Sportliche Leiter guter Dinge, schon bald eine Verlängerung des Vertrags mit dem 33-Jährigen zu vermelden. „Wichtig ist erstmal, dass Scottie auch in der nächsten Saison bei uns spielen will. Es sind zwar noch ein paar Kleinigkeiten zu klären, aber ich hoffe, dass wir das in den nächsten Tagen fertig haben.“

Und auch mit den anderen Leistungsträgern hofft Ehrenberger zu verlängern. „Wir haben ja schon mit vielen Spielern längerfristige Verträge, das Gros der Mannschaft bleibt also beisammen. Und wenn dann mal bei einem Spieler ein größerer Verein kommt, wie die DEG bei Ryan Ramsay, muss man das verstehen.“ Und sollten die Pinguine die Play-offs packen, gäbe es ja ohnehin wenig (sportliche) Gründe für einen Wechsel.

Autor: Aaron Knopp

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