Er ist nicht gerade eine Plaudertasche.

VfL: Matias Concha fühlt sich endlich „wie neugeboren“

„Müssen uns das Glück verdienen“

17. Januar 2009, 08:41 Uhr

Er ist nicht gerade eine Plaudertasche.

Das Zimmer, das er mit dem ebenfalls recht schweigsamen Diego Klimowicz im Mannschaftshotel teilt, ist auch nicht das lauteste. Und doch, für seine Verhältnisse ist Matias Concha momentan richtig gesprächig. „Ich fühle mich wie neu geboren, freue mich auf jedes Training und brenne darauf, der Mannschaft zu helfen.“ Dazu war er verletzungsbedingt lange nicht in der Lage. Immer wieder warf ihn eine hartnäckige Entzündung unterhalb der Kniekehle zurück. Keine schwere Verletzung, aber eine, die es ihm unmöglich machte, an Training und Spielbetrieb teilzunehmen. Concha: „Ich bin schmerzfrei, das zählt. Über alles andere will ich gar nicht mehr reden.“

Mehr als vier Monate (seit dem Auswärtsspiel in Schalke) hat er nur zugeschaut, gesehen, wie seine Teamkollegen mehr und mehr in den Abstiegssog geraten sind. Concha: „Da wirst du verrückt.“

Neues Jahr, neues Glück. Concha hat den Kampf um einen Stammplatz eindrucksvoll aufgenommen. Sein erster Einsatz gegen Hoffenheim war für Trainer Marcel Koller ein Signal, dass er mit dem 28-Jährigen Schweden wieder planen kann. Concha: „Diesen Einsatz habe ich genossen, auch wenn es nur ein Testspiel war.“ Richtig genervt hat ihn, dass in der Hinrunde es oft nur Kleinigkeiten waren, die zu Punktverlusten führten: „Bei uns geht der Ball vom Innenpfosten immer ins Tor. Bei anderen springt er wieder raus. Jetzt müssen wir es erzwingen und uns das Glück verdienen.“

Dafür tut der Schwede alles, hat sein Domizil in Dortmund aufgegeben, wohnt jetzt am Bochumer Stadtpark, fünf Minuten vom Stadion entfernt: „Dadurch fällt die nervige An- und Abfahrt im Stau weg. Und ich kann mich noch besser auf meine Aufgabe konzentrieren.“

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