Nach einer aus seiner Sicht verkorksten Hinrunde greift BVB-Stürmer Alexander Frei wieder an.

Rätselhafte Verabschiedung - Frei klärt auf

"Bin niemand, der ewige Treue schwört"

Matthias Dersch
15. Januar 2009, 08:45 Uhr

Nach einer aus seiner Sicht verkorksten Hinrunde greift BVB-Stürmer Alexander Frei wieder an.

Im RS-Kurzinterview äußert er sich zu seinen Zukunftsplänen und einer keinesfalls scherzhaft gemeinten Verabschiedung.

Alexander Frei, nach dem letzten Hinrunden-Match gegen Borussia Mönchengladbach verabschiedeten Sie sich im Spaß mit den Worten „vielleicht bis bald“. War da auch ein Körnchen Frust über Ihre Situation dabei?

Es war sicher nicht nur ein Spaß. Ich bin niemand, der ewige Treue oder weiß der Teufel was schwört. Aber das hat gar nichts damit zu tun, dass ich weniger gespielt habe als vorher. Sondern damit, dass irgendwann vielleicht der Zeitpunkt kommt, an dem man mal wieder eine Luftveränderung haben möchte. Ich sage nicht, dass dieser Zeitpunkt gekommen ist. Ich sage auch nicht, dass ich jetzt oder im Sommer weggehen möchte. Überhaupt nicht. Aber es geht darum, auf gewisse Dinge vorzubereiten, die passieren könnten.

Sie haben kürzlich gesagt, dass Sie wieder Stürmer Nummer eins werden. Woher speist sich Ihre Zuversicht?

Ich muss mich selber motivieren, mich selbst unter Druck setzen, wenn auch nicht zu fest. Dennoch kann ich nicht in eine Vorbereitung gehen und mir sagen, ich gucke mal, was jetzt rauskommt. Ich habe ein Ziel, ich versuche mich in dieser Vorbereitung für die erste Elf anzubieten und wieder in die Form zu kommen, die ich im Februar, März, April 2008 und vor allem in der ersten Saison beim BVB hatte.
Im ersten Testspiel des Jahres gegen Freiburg durften Sie von Beginn an ran. War das ein Zeichen für Sie oder wird der Wert solcher Tests überbewertet?

Freundschafts- oder Testspiele sind generell nicht zu bewerten. Sie sind dazu da, gewisse Dinge zu versuchen, aber ich glaube nicht, dass man anhand von diesen Partien sagen kann, der oder der spielt. Jeder bekommt dort seine Chance. Entscheidend ist, am 28. und am 31. Januar auf dem Platz und in der ersten Elf zu stehen.

Autor: Matthias Dersch

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