Es sind nicht unbedingt die positivsten Schlagzeilen für die die Borussen in den letzten Tagen gesorgt haben, auch wenn aus sportlicher Sicht der Sieg gegen Werder Bremen für Erleichterung gesorgt hat.

Steuerfreie Schichtzulagen für BVB-Profis

rk
19. September 2003, 10:32 Uhr

Es sind nicht unbedingt die positivsten Schlagzeilen für die die Borussen in den letzten Tagen gesorgt haben, auch wenn aus sportlicher Sicht der Sieg gegen Werder Bremen für Erleichterung gesorgt hat.

Es sind nicht unbedingt die positivsten Schlagzeilen für die die Borussen in den letzten Tagen gesorgt haben, auch wenn aus sportlicher Sicht der Sieg gegen Werder Bremen für Erleichterung gesorgt hat. Dafür sorgen die steuerfreien Schichtzuschläge, die der BVB seinen Profis ausbezahlt, für reichlich Wirbel. Damit profitieren hoch dotierte Kicker von einer Regelung, die eigentlich für Krankenschwestern oder Fabrikarbeiter gedacht sind.

Michael Meier, der die Anwendung dieser Vergünstigungen bei den Borussen bestätigt hat, sieht allerdings kein sonderliches Problem darin: "Nach der Verfassung sind vor dem Steuergesetz alle Arbeitnehmen gleich."

Damit hat der Präsident des Steuerzahlerbundes Karl-Heinz Dräke so seine Schwierigkeiten: "Das ist zwar legal, doch unmoralisch." Weiter ergänzt er: "Das Beispiel zeigt mal wieder, wie sehr das Steuerrecht missbrauch wird von denjenigen, für die die Vorschriften nicht vorgesehen waren." Selbst der clevere Uli Hoeneß kann sich mit dieser Idee nicht anfreunden: "Solche Vergünstigungen sind für hart arbeitende Menschen gedacht, wie zum Beispiel die in meiner Wurstfabrik."

Da die Dortmunder wohl diese Praxis der Lohnzahlung weiter beibehalten wird, stellt sich nun die Frage, ob der Gesetzgeber einen entsprechenden Riegel vorschieben wird. Da die Mühlen des Gesetzes bekanntlich langsam mahlen, werden Marcio Amoroso und Co noch einige Zeit zum Beispiel für ihre strapaziösen Europapokal-Auftritte in den Abendstunden entsprechend besser entlohnt.

Autor: rk

Kommentieren