Winterpause, Zeit ein Fazit zu ziehen. Borussia Dortmund ist vollkommen zurecht von den Ruhrpott-Teams am besten positioniert. Ich kann mich nur wiederholen: Respekt vor „Kloppo“! Wie er den BVB hoch geholt hat, ist aller Ehren wert. Nicht umsonst hat er den Status eines Harry Potter. Nicht nur wegen seines Aussehens, mit der Brille und allem drum und dran, sondern auch wegen seiner Kompetenz. Er hat das gerichtet, was vielen vorher nicht gelungen ist. Schalke hingegen ist an den eigenen Ansprüchen gescheitert.

Legats Liga – der Hinrunden-Rückblick

Von Harry Potter, Fehleinkäufen und einem starken „Ösi“

Thorsten Legat
12. Januar 2009, 18:04 Uhr

Winterpause, Zeit ein Fazit zu ziehen. Borussia Dortmund ist vollkommen zurecht von den Ruhrpott-Teams am besten positioniert. Ich kann mich nur wiederholen: Respekt vor „Kloppo“! Wie er den BVB hoch geholt hat, ist aller Ehren wert. Nicht umsonst hat er den Status eines Harry Potter. Nicht nur wegen seines Aussehens, mit der Brille und allem drum und dran, sondern auch wegen seiner Kompetenz. Er hat das gerichtet, was vielen vorher nicht gelungen ist. Schalke hingegen ist an den eigenen Ansprüchen gescheitert.

Es scheint zu viele Turbulenzen innerhalb der Mannschaft und des Vorstandes zu geben, um ganz oben angreifen zu können. Das Zeug dazu hätte der Kader der Königsblauen auf jeden Fall. Die Einkäufe sind bisher auch noch nicht das, was man sich erhofft hat. Jefferson Farfan hat zwar schon gezeigt, dass er ins Team passt, aber ein Übermensch ist er auch keineswegs. Die Qualität eines Franck Riberys hat er nicht einmal ansatzweise. Dann kommt Orlando Engelaar. Der ist mal Kreisklasse und mal bundesligatauglich, mehr aber auch nicht. Wenn ich mir stattdessen einen Mesut Özil ansehe, der übrigens auch mal Schalker war, denke ich mir nur: Davon kann sich ein Engelaar noch einiges abschauen. Eins steht fest: Gehen die ersten beiden Spiele in die Hose, dann ist nur eine einzige Person daran Schuld: Andreas Müller.

Zu „meinem“ VfL kann ich nur eins sagen: Daumen runter! Das war eine Katastrophen-Hinrunde. Ich hoffe nur, dass Herr Koller Recht behält und Diego Klimowicz einschlägt wie eine Bombe. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Fußballspieler reicht, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dafür müsste er schon Tore am laufenden Band schießen. Slawo Freier und Vahid Hashemian sind für mich bis jetzt eindeutig Fehleinkäufe, das muss ich so knallhart sagen. Der einzige Bochumer, der mich in der Hinrunde wirklich überzeugt hat, war Christian Fuchs. Mit welchem Engagement und mit welcher Leidenschaft der „Ösi“ die linke Seite beackert und seine Gegenspieler bekämpft hat, war einfach nur top. Wir bräuchten drei, vier solcher Spieler. Dann hätten wir auch nichts mit dem Abstieg zu tun.

Ich bin sehr gespannt, wie es in der Rückserie weitergehen wird. Während der BVB so weitermachen wird, kann es für Schalke und Sorgenkind Bochum nur besser werden. Der Ruhrpott und ich würden es sich wünschen.

Autor: Thorsten Legat

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