Ging man gestern die erste Schalker Elf durch, fiel es erst gar nicht auf. Der Glieder Edi nur auf der Bank, Tomasz Hajto und Gerald Asamoah auch. Darüber konnte diskutiert werden, wurde es auch.

S04 multikulti - Rost stolz, ein Deutscher zu sein

hb
15. September 2003, 13:13 Uhr

Ging man gestern die erste Schalker Elf durch, fiel es erst gar nicht auf. Der Glieder Edi nur auf der Bank, Tomasz Hajto und Gerald Asamoah auch. Darüber konnte diskutiert werden, wurde es auch.

Ging man gestern die erste Schalker Elf durch, fiel es erst gar nicht auf. Der Glieder Edi nur auf der Bank, Tomasz Hajto und Gerald Asamoah auch. Darüber konnte diskutiert werden, wurde es auch. Einen anderen Aspekt brachte erst Frank Rost nach dem Abpfiff ans Tageslicht. Der Keeper war der einzige Schalker Bundesliga-Spieler mit einem deutschen Pass. "Ich bin stolz, der einzige Deutsche in der Anfangs-Formation gewesen zu sein", grinste der Tormann ohne einen Anflug von tumbem Nationalismus.

Vor ihm trugen ein Brasilianer, ein Pole, ein Argentinier, ein Belgier, ein Türke, zwei Dänen, ein Georgier, ein Uruguayer und ein Nigerianer das königsblaue Trikot. Später wurden ein weiterer Belgier sowie ein Österreicher eingewechselt. Die Schalker Multikulti-Truppe, wenn sie doch fußballerisch nur so viel Spaß machen würde wie ihr Reichtum an Nationalitäten und Kulturen verspricht.

Eine der beiden Skandinavier, Ebbe Sand, schleppte sich gestern nur noch aus der Kabine. Der derzeit verhinderte Torjäger klagt über eine starke Dehnung im rechten Sprunggelenk. Eine Röntgen-Untersuchung wird heute heraus finden, ob Sand für das kommende Spiel in Freiburg ausfällt. "Ich hätte gestern auch durchspielen können. Natürlich war ich ein bisschen müde, weil ich ein hartes Spiel mit der National-Mannschaft hatte", nahm der Vize-Kapitän seine Herausnahme ohne Murren zur Kenntnis.

Das Publikum sah es anders, pfiff bei der Auswechslung Sands, hätte an dessen Stelle wohl lieber Victor Agali vom Platz gehen sehen. "Es war eine Entscheidung des Trainers", wollte der 31-Jährige nicht weiter nachhaken und nahm das Positive mit n die Zukunft: "Das war ein Schritt nach vorne. Obwohl wir nur einen Punkt geholt haben, war es spielerisch und taktisch viel besser als in der letzten Zeit."

Autor: hb

Kommentieren