Der neue Trainer des VfB Günnigfeld ist für den Landesliga-Bereich durchaus als Knaller zu bezeichnen. Denn der Name Georg Kreß ist schon mehrfach in der Dritten oder Oberliga aufgetaucht. Jetzt will er mit dem VfB ein paar Klassen tiefer angreifen. RS unterhielt sich mit Kreß über seine neue Aufgabe in Günnigfeld.

Günnigfeld: Der neue Trainer Georg Kreß im Interview

„Nun gebe ich die Musik vor“

Christian Krumm
11. Januar 2009, 08:40 Uhr

Der neue Trainer des VfB Günnigfeld ist für den Landesliga-Bereich durchaus als Knaller zu bezeichnen. Denn der Name Georg Kreß ist schon mehrfach in der Dritten oder Oberliga aufgetaucht. Jetzt will er mit dem VfB ein paar Klassen tiefer angreifen. RS unterhielt sich mit Kreß über seine neue Aufgabe in Günnigfeld.

Georg Kreß, wie kam der Kontakt zum VfB Günnigfeld zustande?

Der bisherige Trainer Sascha Etterich ist mein Rechtsanwalt und vor ein paar Wochen hatte ich mit ihm zu tun. Bei diesem Termin fragte er mich, ob ich mir vorstellen könne, bis zum Sommer seine Mannschaft zu übernehmen. Denn er hatte das Gefühl, dass, seitdem er bekannt gegeben hat, dass er nur noch bis zum Sommer weiter macht, die Jungs nicht mehr voll mitziehen.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/538-542_preview.jpeg Georg Kreß als Oberliga-Trainer in Münster (Foto: firo).[/imgbox]
Wie sah Ihre Reaktion aus?

Ich habe ich gesagt, dass ich mir das zunächst nur sehr schwer vorstellen kann. Auf jeden Fall hat er dann mit Marco Ostermann und dem Präsidenten Harry Scholz gesprochen und wir haben uns einen Tag später in einer Wattenscheider Pizzeria getroffen. Dabei haben wir auch gar nicht über Geld gesprochen, sondern viel mehr darüber, wie es weiter gehen soll. Für mich war nur wichtig, dass ich zu jederzeit aus meinem Vertrag komme und bald während eines zweiwöchigen Praktikums bei einem Fernsehsender unter der Woche nicht beim Training sein muss.

Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, wie ein ehemaliger Drittliga-Trainer dazu kommt, in die Landesliga zu gehen?

Das muss doch jeder selber wissen. Ob ich jetzt zuhause sitze
und auf höherklassige Angebote warte oder etwas mache, worauf ich richtig Lust habe. Wie schon gesagt: Ich kenne Sascha Etterich sehr gut und mit Marco Ostermann habe ich schon zusammen Fußball gespielt.

Benutzen Sie den VfB auch als Sprungbrett?

Ich weiß nicht, ob ich Anfragen bekomme, wenn ich in Günnigfeld erfolgreich bin, ich denke eher, die kommen sowieso. Ich habe vor kurzem erst mit zwei Vereinen verhandelt, doch das ist es an den finanziellen Vorstellungen gescheitert.

Wie gut kennen Sie die Landesliga Westfalen 3?

Gar nicht. Ich habe Weitmar 45 ein paar Mal gesehen, weil mein
Sohn dort spielt, aber ich bin wirklich kein Kenner. Bis zur Verbandsliga habe ich mir auch schon ein paar Partien konzentriert angesehen und mir dazu auch Notizen gemacht.

Dementsprechend haben Sie auch Ihr neues Team noch nicht spielen sehen?

Genau, aber ich habe mir ein Mannschaftsfoto besorgt und mir
von meinem Vorgänger sagen lassen, wer auf welcher Position
spielt. Damit ich gut vorbereitet in die ersten Einheiten gehe.

Glauben Sie, es wird für Sie nach sieben Jahren Etterich schwierig?

Nein, nun gebe ich ja die Musik vor. Wir haben das Ziel, an die ersten beiden Plätze heranzukommen und dafür werde ich alles
investieren. Dann gucken wir mal, was dabei herauskommt.

Autor: Christian Krumm

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