Der Monat Dezember war auch für Anthar Yahia symptomatisch für den Verlauf der Hinserie.

VfL: Yahia bestätigt eine "katastrophale Hinrunde"

Neues Jahr, neues Glück

13. Januar 2009, 09:17 Uhr

Der Monat Dezember war auch für Anthar Yahia symptomatisch für den Verlauf der Hinserie.

Verletzung im Sonntagsspiel gegen den Hamburger SV, Absage des Flugs nach Algerien, wo der Innenverteidiger als drittbester Spieler seines Landes ausgezeichnet werden sollte, und dann tatenloses Mitansehen, wie sein Team auch die letzten beiden Hinrundenspiele vergeigte.Neues Jahr, neues Glück. Der Algerier, gerade in den Mannschaftsrat „befördert“, hat sich neue Ziele gesetzt, will den Frust der Hinrunde hinter sich lassen.

Herr Yahia, zum Jahreswechsel setzt man sich neue Ziele. Wie war das bei Ihnen?

Das habe ich auch getan. Schwerpunkt ist natürlich, dass wir mit dem Klub den Klassenerhalt schaffen. Alles andere ist zweitrangig. Natürlich möchte ich auch mit Algerien den Sprung zur Fußball-WM nach Südafrika vollziehen. Allerdings steht das erst an zweiter Stelle.

Wie bewerten Sie die Hinrunde des VfL?

Wir haben eine katastrophale Serie gespielt, da gibt es nichts zu beschönigen. Da blieben wir weit unter unseren Möglichkeiten. So etwas darf sich nicht wiederholen.

Was muss sich ändern?

Wir müssen jetzt endlich eine Siegermentalität entwickeln. Für uns Spieler gibt es jetzt nichts Wichtigeres als die 17 Partien der Rückrunde. Da müssen auch mal alle persönlichen Dinge zurückstehen. Schließlich geht es um unsere Arbeitsplätze in der Ersten Liga.

Hat sich dieser Gedanke denn mittlerweile bei allen verinnerlicht?

Da bin ich ganz sicher, dass es in den Köpfen drin ist. Die ersten Trainingstage haben gezeigt, dass die Konzentration sehr hoch ist.

Marcel Koller hat Sie in den Mannschaftsrat befördert. Was bedeutet das für Sie?

Ich habe mich sehr gefreut, denn das ist eine große Ehre für mich. Aber viel ändert sich dadurch nicht, denn ich habe schon immer versucht, mich in Sachen Teamgeist und Leistung für die Mannschaft einzubringen. Natürlich übernehme ich jetzt aber noch ein Stück mehr Verantwortung.
Mit dem Trainingslager in Campoamor hat es der VfL offensichtlich gut getroffen.

Ja. Wir verfügen hier über zwei tadellose Rasenplätze, da hat man gleich gespürt, dass alle mit noch mehr Begeisterung bei der Sache waren. Statt 15 Grad minus zehn Grad plus, da macht die Trainingsarbeit viel mehr Spaß. Außerdem habe ich es schon als Jugendspieler gehasst, auf Kunstrasen zu spielen. Deshalb genieße ich hier jede Trainingsminute.

Schafft der VfL noch den Klassenerhalt?

Davon bin ich fest überzeugt.

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