Am Wochenende spielt Bayer Leverkusen gegen den Hamburger SV. Gut möglich, dass Jens Nowotny nach langer Verletzung sein Comeback in der Bundesliga gibt. Allerdings nur für eine Halbzeit - zu mehr reicht die Kraft nicht.

Jens Nowotny fühlt sich fit für eine Halbzeit

11. September 2003, 16:02 Uhr

Am Wochenende spielt Bayer Leverkusen gegen den Hamburger SV. Gut möglich, dass Jens Nowotny nach langer Verletzung sein Comeback in der Bundesliga gibt. Allerdings nur für eine Halbzeit - zu mehr reicht die Kraft nicht.

Zwischen Bayer Leverkusens Trainer Klaus Augenthaler und Kapitän Jens Nowotny sind offenbar heftige Diskussionen über die Art des Comebacks des Nationalspielers ausgebrochen. Während Augenthaler ankündigte, dass Nowotny im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV am Samstag zumindest nicht von Beginn an auflaufen wird, fordert der 29-Jährige eben genau dies ein.

"Wenn wir zur Halbzeit 3:0 führen, kann es gut sein, dass er zur zweiten Hälfte reinkommt", hatte Augenthaler am Mittag vielsagend verkündet: "Jens hat zwar am vergangenen Wochenende in der Oberliga gegen Düsseldorf gespielt, aber es ist immer noch etwas anderes, gegen Barbarez oder Takahara ran zu müssen. Wir wollen nichts überstürzen."

Nowotny geht auf Konfrontationskurs

Nowotny, der im kicker bereits angekündigt habe, dass eine Halbzeit spielen könne, ging am Mittag jedoch auf Konfrontationskurs. "Wenn ein Spieler so weit ist, wie ich und man drei Alternativen auf der Bank hat, dann ist es einfacher, wenn er von Anfang an spielt", verkündete der Abwehrchef, der auch noch einen Seitenhieb auf Ex-Trainer Klaus Toppmöller setzte: "Letztes Jahr lief es bei meiner Reha nicht so gut, da hätte man mich wahrscheinlich auf Krücken spielen lassen. Nun läuft es und ich soll nicht spielen. Aber das muss ich wohl akzeptieren."

Auch auf Gedankenspiele, auf der rechten Abwehrseite aufgeboten zu werden, reagierte der ehemalige Karlsruher ablehnend: "Ich sehe wenig Sinn darin. Ich habe in den letzten Jahren zentral gespielt. Das wäre, als würde man Lucio oder Juan auf rechts stellen." Allerdings werde es noch drei Spiele dauern, "mich einzubauen, bis es für 90 Minuten reicht", so Nowotny, der am 26. Januar im Heimspiel gegen Energie Cottbus (0:3) zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss erlitten hatte.

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