Nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln war Michael Meier, Manager von Borussia Dortmund, sichtlich bedient. Wieder einmal hat sein Team die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Nun droht Meier mit Konsequenzen.

Meier: "Diese Vorstellung wird Konsequenzen haben"

24. August 2003, 12:17 Uhr

Nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln war Michael Meier, Manager von Borussia Dortmund, sichtlich bedient. Wieder einmal hat sein Team die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Nun droht Meier mit Konsequenzen.

In den Heimspielen konnte Borussia Dortmund in den letzten Wochen überzeugen. Doch auswärts zeigt das Team ein anderes Gesicht. In Köln setzte es eine 0:1-Niederlage. Nach dem Spiel sprach Manager Michael Meier mit den Journalisten über mögliche Konsequenzen.

Frage: "Michael Meier, die 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln war so überflüssig wie so viele Punktverluste auf fremden Plätzen zuvor. Was ist auswärts mit Borussia Dortmund los?

Michael Meier: "Das war ein Spiel aus dem Lehrbuch wie man es nicht machen sollte. Wir haben gut angefangen, uns Respekt erspielt, und es war nur eine Frage der Zeit, wann das Tor fällt. Aber plötzlich stellen die Spieler die Arbeit ein. Diese Vorstellung ist nicht zu entschuldigen, das wird Konsequenzen haben."

Frage: "Ähnliches war auch schon in den Auswärtsspielen zuvor zu beobachten. Haben sie eine Erklärung parat?"

Meier: "Das war keine Eintagsfliege. Wenn man schon zufrieden ist, wenn man zwanzig Minuten gut aussieht und gegen eine Mannschaft wie Köln das Spiel aus der Hand gibt, dann kann ich das nicht verstehen. Die Mannschaft hat die körperlichen Voraussetzungen, dagegenzuhalten. Da war eine Menge Arroganz dabei, die wir den Spielern austreiben werden."

Frage: "Wo wollen Sie vor dem entscheidenden Spiel gegen den FC Brügge um den Einzug in die Champions League ansetzen?"

Meier: "Es ist der Punkt erreicht, an die Ehre und Eigenverantwortung der Spieler zu appellieren. Und wenn das nicht hilft, dann muss man drakonisch vorgehen. Wenn die Siegermentalität nicht in den Köpfen ist, dann muss man sie eben reinprügeln. Ich Glaube an das Gute im Menschen, wenn man so reagieren muss, tut es mit leid. Aber das ist eine Situation, die sich die Mannschaft erarbeitet hat."

Frage: "Sie glauben also nicht, dass die Mannschaft selbst noch die Kurve kriegt?"

Meier: "Wenn man nach einem Spiel in Brügge, in dem man dem Tod von der Schippe springt und Millionenbeträge leichtfertig aufs Spiel setzt, nicht reagiert, dann ist das für mich nicht nachvollziehbar. Wenn eine Situation entstanden ist, die keinen Multiplikator mehr erlaubt, dann muss was von uns kommen. Es geht nicht um die Frustrationen Einzelner, es geht um das Allgemeinwohl und um den Verein Borussia Dortmund."

Frage: "Wie werden die Konsequenzen aussehen?"

Meier: "Das kann ich noch nicht sagen, es gibt mehrere Möglichkeiten. Aber das ist auch eine Frage der Pädagogik."

Autor:

Kommentieren