Der Slogan zur ELE-Judo-Team-Challenge spricht Bände: Am kommenden Samstag, 10. Januar, heißt es ab 9.30 Uhr in der Bottroper Dieter-Renz-Halle: „Gespielt wird woanders“.
Die Fans dürfen sich dabei auf zehn attraktive Teilnehmer freuen. So treten auch die Top-Teams aus Warschau und des STJ Nijmegen beim Mannschaftsturnier an.

ELE-Judo-Team-Challenge: Tapper will Herzblut sehen

"Gespielt wird woanders"

Sarah Landsiedel
08. Januar 2009, 10:47 Uhr

Der Slogan zur ELE-Judo-Team-Challenge spricht Bände: Am kommenden Samstag, 10. Januar, heißt es ab 9.30 Uhr in der Bottroper Dieter-Renz-Halle: „Gespielt wird woanders“.
Die Fans dürfen sich dabei auf zehn attraktive Teilnehmer freuen. So treten auch die Top-Teams aus Warschau und des STJ Nijmegen beim Mannschaftsturnier an.

Einziger Wermutstropfen: Der SC Berlin musste aufgrund eines kurzfristig anberaumten Nationalkaderlehrgangs absagen. Volker Tapper, Team-Manager des Ausrichters JC 66 Bottrop, kann mit diesen Rückschlägen mittlerweile gut umgehen. „Im Judo ist eine Planung sehr schwierig. Für den Außenstehenden wirkt es immer sehr stümperhaft, wenn ein paar Tage vor dem Wettkampf ein Team abspringt. Aber die Berliner trifft keine Schuld, das ist einzig dem Terminkalender geschuldet.“

Und auf den müssen sich auch die Veranstalter verlassen, kommt dann ein Termin der Nationalmannschaft dazwischen, haben sie das Nachsehen. Tapper: „Wir sind ein Privatturnier, bei dem man keine Punkte sammeln kann. Wenn dann eine Woche später die Deutschen Meisterschaften stattfinden, ist es nur logisch, wenn einige Vereine von einer Teilnahme absehen.“ Oder ihre Top-Leute nicht starten lassen. Im Judo ist ein Ersatz nur schwer gefunden, schließlich müssen die einzelnen Gewichtsklassen gemeldet werden. Tapper: „Es gibt nicht viele 60-Kilo-Judoka, die auf hohem Niveau kämpfen. Im Fußball dagegen kann auch mal ein Abwehrspieler in den Sturm rücken. So einfach ist das leider bei uns nicht.“

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/010/136-10531_preview.jpeg Auch in diesem Jahr bietet die EJTC wieder hochkarätigen Sport (Foto: JC 66 Bottrop).[/imgbox]

Deshalb haben sich die Organisatoren in diesem Jahr dazu entschieden, die Gruppenauslosung erst am Turniertag durchzuführen. Tapper: „So sind wir flexibel und können auf alle Situationen reagieren.“ Dass sich noch ein Team abmeldet, glaubt Tapper aber nicht: „Ich habe jetzt alle Übernachtungen gebucht und noch einmal mit den Vereinsvertretern gesprochen. Ich hoffe, dass das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht und auch die Grippewelle ausbleibt.“ Dann dürfen sich die Zuschauer auf hochklassigen Sport freuen. Auch der Gastgeber will sich dabei von seiner besten Seite präsentieren. „Durch unseren verpassten Aufstieg mussten wir zuletzt einiges an Häme einstecken. Es scheint so, als ob uns Relegationen einfach nicht liegen. Aber die Fans müssen immer das Gefühl haben, dass die Mannschaft bei der Sache ist“, fordert der Team-Manager und fügt an: „Egal, wo wir am Ende landen, die Außendarstellung muss stimmen. Auf der Matte muss Herzblut zu sehen sein.“

Dass sich die Teams vor vollen Rängen präsentieren können, dafür sollen attraktive Eintrittspreise sorgen. Erwachsene zahlen acht Euro, Jugendliche ab 14 Jahren sind für sechs Euro dabei. Kinder unter 14 Jahren haben sogar freien Einlass. Tapper: „Wir haben die Kurse bestimmt nicht aus Spaß gesenkt. Aber die Menschen müssen schauen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Ich hoffe, dass wir 600 Fans am Samstag begrüßen dürfen.“

JC-Präsident Roland Assmann: „Am Ende des Turniertages sollen die Zuschauer Topsport gesehen und einen eindrucksvollen Tag erlebt haben.“

Die Teilnehmer in der Übersicht:
1. Liga: SC Berlin, JT Hamburg, TSV Hertha Walheim, 1. JC Mönchengladbach.
2. Bundesliga: TSV Bayer 04 Leverkusen, SV Georg Knorr (Berlin), KSC Strausberg, JC 66 Bottrop erwartet.
International: Team Warschau, STJ Nijmegen, ASV Salzburg.

Autor: Sarah Landsiedel

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