Kurz nach 14 Uhr hob der Flieger gestern Richtung Portugal ab.

RWO: Schlechte Herzwerte - Teststürmer Jamal Gay blieb daheim

Auch die Viererkette wird geprobt

Christian Brausch
08. Januar 2009, 08:57 Uhr

Kurz nach 14 Uhr hob der Flieger gestern Richtung Portugal ab.

Und dem gesamten Kleeblatt-Tross war die Erleichterung anzusehen, endlich dem Schneechaos in Deutschland entfliehen zu können. Coach Jürgen Luginger erklärte: „Wir sind erst in die Soccerhalle ausgewichen, am Dienstag gab es dann am Nachmittag eine Laufeinheit.“
Durch den Tiefschnee rund um die Anlage an der Landwehr. Zuvor konnte man sich bei einem Spielchen Alt gegen Jung zwei Mal 20 Minuten auf dem Feld austoben. Durch die ungewohnte Belastung sah man einige keuchende Kicker nach dem Ende des Laufs.

Unter anderem den Teststürmer Jamal Gay, der aufgrund der Witterungsbedingungen noch nicht viel von sich zeigen konnte. Dabei bleibt es auch: Denn beim Angreifer wurden bei der sportmedizinischen Untersuchung schlechte Herzwerte festgestellt. „Da der Verdacht auf Herzmuskelentzündung besteht, war das Risiko zu groß, ihn an diesem Tag mit nach Portugal zu nehmen“, erklärt RWO-Vereinsarzt Dr. Lutz Siewert.
Gay wird nun am Freitag in den Wuppertaler Helios-Kliniken erneut untersucht, sollte sich der Verdacht nicht bestätigen, wird der Stürmer möglicherweise nachreisen. Da die Ergebnisse auf dem Weg der Mannschaft zum Flughafen bekannt wurden, hatte Trainer Jürgen Luginger kurzfristig Tuncay Aksoy telefonisch informiert. Der Angreifer ist nun doch mit in das Trainingslager nach Albufeira geflogen.

Somit mussten „nur“ David Müller und Jens Robben in Oberhausen bleiben. Luginger: „Fußball ist ein Tagesgeschäft. Es verändert sich sehr schnell sehr viel. Die Mannschaft, die Liga. Das sind alles gute Jungs, aber wir haben viele ähnliche Typen in der Truppe, da muss man irgendwann einen Schlussstrich ziehen. So schade das auch immer ist.“

Im Vordergrund steht für den Trainer aber natürlich die Woche im sonnigen Süden. Drei Testpartien sind geplant, zudem viel Arbeit im taktischen Bereich. Hier muss sicher der Hebel angesetzt werden. Ganz oben angesiedelt ist bereits die Stimmung. Wer bei den ersten Einheiten vor Ort war, der sah, die Laune ist bei den Oberhausenern sofort wieder blendend. Luginger: „Es passt sofort wieder, die Jungs sind gern zusammen.“

Daher kann sich Luginger voll auf die sportlichen Inhalte stürzen. Dabei geht es auch um die verschiedenen Systeme, verfeinert werden sollen. „Eigentlich gibt es keinen Grund, etwas an der Ausrichtung der letzten Monate zu ändern“, versichert der Coach, „dennoch werden wir in Portugal auch die Viererkette ausprobieren. Denn wir haben mit de Cock eine weitere Alternative. Mal sehen, was das für unsere Variationsmöglichkeiten bedeutet.“

Autor: Christian Brausch

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