Schon vor seinem Bundesliga-Comeback am Samstag beim 1. FC Köln gilt Steffen Freund als neuer Hoffnungsträger des 1.FC Kaiserslautern. Auch Trainer Erik Gerets baut auf den Europameister von 1996.

Freund gibt in Köln sein Bundesliga-Comeback

08. August 2003, 12:40 Uhr

Schon vor seinem Bundesliga-Comeback am Samstag beim 1. FC Köln gilt Steffen Freund als neuer Hoffnungsträger des 1.FC Kaiserslautern. Auch Trainer Erik Gerets baut auf den Europameister von 1996.

Nach vier Jahren auf der Insel feiert Steffen Freund, der Europameister von 1996, am Samstag mit 33 Jahren doch noch mal ein Comeback in der Bundesliga. Schon vor seinem ersten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber 1. FC Kaiserslautern gilt der kampfstarke Mittelfeldspieler als neuer Hoffnungsträger. Die Pfälzer müssen beim Aufsteiger 1. FC Köln antreten.

Gerets gibt grünes Licht

"Er hat in dieser Woche beim Training gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Er hat die Spieler, die nach dem 0:1 gegen 1860 München down waren, aufgerichtet", erklärte FCK-Coach Erik Gerets und gab dem 21-maligen Nationalspieler zugleich grünes Licht für seinen Einstand in Köln: "Er ist physisch mehr als gut drauf und für uns wichtig genug, um aufzulaufen."

Freund selbst hält den Ball vor seiner Rückkehr in die deutsche Eliteliga zunächst flach. "Ich bin erst einmal froh, wieder im Mannschaftstraining dabei zu sein. Ich will keinen Sonderstatus auf Grund meiner Erfolge und mich mit Leistung aufdrängen", erklärte Freund bescheiden.

Am freien Tag aufs Laufband

Dennoch soll und will Freund bei den "Roten Teufeln" im defensiven Mittelfeld mit seinem unbändigen Einsatz für Akzente setzen und vor allem den Ausfall von Ciriaco Sforza (Achillessehnenriss) kompensieren. "Ich kann nicht verlieren. Ich bin keiner, der aufgibt", sagte Freund und will mit seiner aggressiven Spielweise dem FCK seinen Stempel aufdrücken. Gerets zeigte sich vom Neuzugang bereits mächtig beeindruckt: "Er kommt am freien Tag ins Stadion und geht auf das Laufband. Er ist ein absoluter Musterprofi."

Dabei war Freund beim englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur im Frühjahr ausgemustert worden. Als sein Ex-Klub Borussia Dortmund mit einer Verpflichtung von Freund zögerte, schlug der FCK zu und holte den gebürtigen Brandenburger ablösefrei an den Betzenberg - obwohl Freund mit seinen 33 Jahren nicht mehr zu den Jüngsten gehört und in seiner Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse zu verkraften hatte.

"Das waren schockierende Momente. Aber ich habe mich immer wieder zurück gekämpft", erinnert sich Freund. Das will er nun auch beim FCK schaffen, wo er zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag mit einer Option für ein weiteres Jahr unterschrieben hat und mit der neuen Rückennummer 44 aufläuft.

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