Ganz Deutschland hat mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Für das Wochenende haben sich einige Bundesligisten etwas besonderes einfallen lassen. Mit unterschiedlichen Maßnahmen soll die Hitze bekämpft werden.

Bundesliga will der Hitze trotzen

08. August 2003, 12:36 Uhr

Ganz Deutschland hat mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Für das Wochenende haben sich einige Bundesligisten etwas besonderes einfallen lassen. Mit unterschiedlichen Maßnahmen soll die Hitze bekämpft werden.

Der Einfallsreichtum einiger Bundesligisten ist beispielhaft: Duschen vor den Stadien, verbilligte Getränke und eine erhöhte Zahl an Sanitätern. Vor dem wohl heißesten Bundesliga-Spieltag aller Zeiten haben sich die Vereine zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Fans einfallen lassen. Bochums Trainer Peter Neururer appellierte vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV an die Zuschauer, gänzlich auf den Genuss alkoholischer Getränke zu verzichten.

Während beim 1. FC Köln (gegen Lautern) und bei Werder Bremen (gegen Gladbach) zur Abkühlung der Gemüter mobile Duschen zur Verfügung stehen, wurde in Bochum kurzerhand der Getränkepreis gesenkt. Statt 2,50 Euro kostet der Becher Wasser im Ruhrstadion nur noch 1,50 Euro. Vorsorglich wird vor der Begegnung zudem die dreifache Menge bestellt - und ein zusätzliches Sanitätszelt, das sich innerhalb von fünf Minuten aufbauen lässt, bereit gehalten.

Im Dortmunder Westfalenstadion, dessen Kapazität nach dem erneuten Ausbau auf 79.000 Zuschauer vergrößert wurde, haben die Verantwortlichen vor dem Gastspiel des VfL Wolfsburg die Zahl der Rettungskräfte von 100 auf 200 erhöht. Die Ordner auf den Tribünen sind zudem angehalten, verstärkt auf den Gesundheitszustand der Fans zu achten - um bei möglichen Kreislauf-Zusammenbrüchen möglichst schnell reagieren zu können. Auch beim BVB stehen mehr alkoholfreie Getränke und mehr Plastik-Becher als sonst zur Verfügung.

Mehr Eis im Bremer Weserstadion

Eine weitere Variante im Kampf gegen die Wüstewärme hat sich zudem Werder Bremen ausgedacht. Neben zusätzlichen Getränkeständen wurden weitere Eisverkäufer eingestellt. Ein großer "Eis-Truck" soll darüber hinaus im Stadion-Bereich die Fans mit kühlenden Schleckereien versorgen.

Weniger phantasievoll sind dagegen Eintracht Frankfurt (gegen Bayer Leverkusen), Hannover 96 (gegen Bayern München) und 1860 München (gegen Schalke 04). Dort werden aber die Einlass-Regularien wenigstens so verändert, dass die Anhänger Tetra-Packs oder PET-Flaschen mit Wasser und anderen nicht-alkoholischen Getränken von zuhause mitnehmen dürfen.

Keine Maßnahmen in der Hitze-Metropole Freiburg

Keinen besonderen Bedarf sieht dagegen der VfB Stuttgart, weil die Partie gegen Hertha BSC Berlin erst am Sonntag um 17.30 Uhr angepfiffen wird. Und auch in der deutschen Hitze-Metropole Freiburg, wo Hansa Rostock zu Gast ist und erneut Rekord-Temperaturen erwartet werden, sind keine besonderen Maßnahmen geplant.

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