Michael Zorc reagiert drastisch:

DORTMUND: Keine "Schwarzmalerei", sondern: "Zwei Heimsiege"

raka
08. August 2003, 11:44 Uhr

Michael Zorc reagiert drastisch: "Mich kotzt das an." Damit zielt der Sportdirektor in Richtung der nervigen Randthemen, wie zum Beispiel das Dede-Transfer-Theater, oder das leidige Verletzungspech.

Michael Zorc reagiert drastisch: "Mich kotzt das an." Damit zielt der Sportdirektor in Richtung der nervigen Randthemen, wie zum Beispiel das Dede-Transfer-Theater, oder das leidige Verletzungspech. Denn immerhin steht immer noch der Fußball beim BVB im Vordergrund und der rollt bereits am Samstag wieder. Damit er erfolgreich in die richtige Richtung kullert, muss seiner Auffassung nach "Schwarzmalerei" aufhören, "immerhin haben wir nach dem 0:2 in Schalke Moral bewiesen und insgesamt die besseren Chancen gehabt." Sein Appell: "Es ist doch Kappes, wenn darüber gesprochen wird, dass wir ein Schiff sind, das untergeht."
Dementsprechend sollen die Dortmunder am Samstag gegen den VfL Wolfsburg die schwarz-gelben Segel setzten, was aber wiederum nicht leicht fallen dürfte: "Das Team hat deutlich an spielerischer Qualität gewonnen. Vor allem durch D'Alessandro und vorne sind sie nach der Verpflichtung von Topic noch torgefährlicher." Kein Wunder, dass Zorc warnt: "Es komm eine sehr gute Mannschaft zu uns, die im UI-Cup wie im Spaziergang eine Runde nach der nächsten meistert."
Für Leonardo Dede spielt das alles nur eine untergeordnete Rolle, denn der BVB muss auf sich selbst schauen und mit Siegen in den zwei anstehenden Heimspielen gegen die "Wölfe" sowie eine Woche später gegen 1860 München den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen: "Im Gegensatz zur letzten Spielzeit müssen wir zuhause jede Begegnung gewinnen. Dann sind wir auf einem guten Weg in Richtung deutsche Meisterschaft."
Um auf diesen zu gelangen, ist der Brasilianer persönlich mehr als flexibel: "Ich habe in den vergangenen fünf Jahren bei der Borussia schon vier verschiedene Positionen eingenommen. Ich spiele dort, wo der Trainer mich hinstellt." Angesichts der großen personellen Engpässe wird der "Sambafloh" trotzdem dennoch weiterhin auf links agieren, wechseln dürfte dagegen Stefan Reuter: "Ich fühle mich in der defensiven zentralen Rolle sehr wohl." Dort wird ihn Matthias Sammer auch hinbeordern müssen und im Gegenzug die rechte Seite in die Hände bzw. Füße von Juan Fernandez.
Hinzu kommt das große Zittern um Tomas Rosicky. Sollte der Tscheche aufgrund seiner Adduktorenprobleme passen müssen, wird der BVB-Coach nicht umhinkommen, Flavio Conceicao von Anfang an seine Heimpremiere im Westfalenstadion abliefern zu lassen. Zu beneiden ist der Rotschopf im Moment auf keinen Fall, denn seine Warnungen, "es wird in dieser Saison ganz schwer für uns", scheint rund um den Borsigplatz niemand so richtig wahrzunehmen. Aber vielleicht kann ihm die Mannschaft mit einem Dreier sogar selbst den Wind aus den Wortsegeln nehmen. Der Erfolg heilt bekanntlich alle Wunden, auch die von verletzungsbedingt ausfallenden Spielern.

Autor: raka

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