Nicht lernfähig, aber zumindest Charakter gezeigt. Wie schon in der letzten Rückrunde verschliefen die Dortmunder auswärts glatt eine komplette Hälfte und kamen erst nach einem scheinbar deutlichen Rückstand auf Touren.

BVB Rosickys Loch

raka
04. August 2003, 11:10 Uhr

Nicht lernfähig, aber zumindest Charakter gezeigt. Wie schon in der letzten Rückrunde verschliefen die Dortmunder auswärts glatt eine komplette Hälfte und kamen erst nach einem scheinbar deutlichen Rückstand auf Touren.

Nicht lernfähig, aber zumindest Charakter gezeigt. Wie schon in der letzten Rückrunde verschliefen die Dortmunder auswärts glatt eine komplette Hälfte und kamen erst nach einem scheinbar deutlichen Rückstand auf Touren. Michael Meier verschmitzt: "Das ist irgendwie das Schicksal von Schalke 04, dass der Club schon 3:0 führen müssen, um gegen uns zu gewinnen. Ein 2:0 reicht den Blau-Weißen einfach nicht."

Etwas sachlicher analysierte Matthias Sammer: "Die Szene, die zum 0:1 führte, war typisch. Victor Agali setzte Christian Wörns so unter Druck, dass dieser den Ball nicht vernünftig auf Roman Weidenfeller zurückspielen konnte. Auf der anderen Seite steht Ewerthon neben Tomasz Hajto und macht ihm gewissermaßen noch Platz. Dieser Unteschied hat sich durch das ganze Spiel gezogen." Sein deutlicher Erleichterungs-Seufzer. "Immerhin haben wir Moral gezeigt und sind zum etwas glücklichen Ausgleich gekommen."

Auch, weil Tomas Rosicky dann mehr in die Trickkiste griff. "Nicht nur ich, die gesamte Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit besser gefühlt. Es war zwar eine drückende Luft in der Arena, doch die Bedingungen waren für alle gleich." Doch jubeln wollte der Tscheche über dieses Remis nicht. "Ich bin nach Schalke gekommen, um zu gewinnen, und nicht, um mich mit einem Zähler zufrieden zu geben." Sein klagendes Resummée: "Wir haben uns fast wieder einmal selber geschlagen."

Darum steht für den Mittelfeldzauberer fest: "Wir müssen uns ganz klar verbessern, auch wenn es letztendlich wichtig war, im ersten Spiel nicht als Verlierer vom Platz gegangen zu sein." Doch etwas bat er doch um Milde bei der Bewertung der Borussen. "Es ist zu bedenken, dass wir so im Mittelfeld noch nie zusammen gespielt haben. Das hat man uns 45 Minuten lang deutlich angemerkt." Es spricht für den fairen Sportsmann Rosicky, dass er sich im Gegensatz zu manchem anderen nicht über abgelehnte Strafstöße beklagt. "Ich weiß nicht, ob er den Ball getroffen hat, mich auf jeden Fall, denn in meinem Stutzen ist ein großes Loch. Aber was soll es, der Unparteiische hat nicht gepfiffen."

Autor: raka

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