Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich gänzlich ungeniert.

Kommentar: Schalkes Sauhaufen macht mal wieder, was er will

Wann greift Müller endlich durch?

04. Januar 2009, 15:27 Uhr

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich gänzlich ungeniert.

So lautet ein altes Sprichwort, das wohl jeder mal in einer Situation der Unpässlichkeit gerne für sich in Anspruch nahm und das aktuell sehr gut auf den Zustand des FC Schalke zugeschnitten ist.

Denn nach dem sportlichen Offenbarungseid in der Bundesliga und im UEFA-Cup steht sich der Möchtegern-Meister auf dem Weg zurück zu alter Stärke schon von Beginn an selbst im Wege. Nach den vielen Disziplinlosigkeiten auf dem Platz, die Schalke das Image der bösen Buben eingebracht hat, und ständigen Nebengeräuschen abseits des Feldes gleich zum Start ins neue Jahr der nächste Skandal!

Weil Trainer Fred Rutten das Fehlen der kompletten Südamerika-Fraktion nur windelweich deuten konnte und auch von Manager Andreas Müller keine Begründung für das Fernbleiben der Stars kam, scheinen die Spieler der Machtkampf mit den Verantwortlichen von vornherein gewonnen zu haben.

Sie nehmen sich heraus, was sie wollen, sie haben eh nichts zu befürchten. Müller hat in der Vergangenheit mehrfach harte Konsequenzen angedroht, es blieb meist beim Säbelrasseln. Wenn er nicht endlich durchgreift, wird das mühsam und teuer aufgebaute Kartenhaus aber schneller zusammenbrechen, als ihm lieb ist.

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