Es war eine Szene, die heute noch jeden Fußball-Fan aufregt, wenn er sich mit dem FC Schalke oder Borussia Dortmund beschäftigt.

SCHALKE 04 - Agali: "Habe nichts gegen Dede"

hb
01. August 2003, 15:33 Uhr

Es war eine Szene, die heute noch jeden Fußball-Fan aufregt, wenn er sich mit dem FC Schalke oder Borussia Dortmund beschäftigt.

Es war eine Szene, die heute noch jeden Fußball-Fan aufregt, wenn er sich mit dem FC Schalke oder Borussia Dortmund beschäftigt. Der Faustschlag von Leonardo Dede gegen Victor Agali in der 37. Minute des letzten Derbys, den der Nigerianer mit einem Ellenbogen-Check beantworte. Der Rest ist gelebte Geschichte, Agali flog vom Platz, Dede nicht, das Spiel ging mit 2:2 leistungsgerecht aus, obwohl Schalke zwei Minuten vor dem Ende noch ein reguläres Tor erzielte.

Victor Agali mag allerdings gar nicht an das heiße Match zurück denken. Der Stürmer ist derzeit zu sehr mit sich selbst beschäftigt, sucht nach erneuter Verletzungspause den Anschluss. "Ich weiß noch nicht, ob es bis übermorgen reicht", schätzt Agali seine Einsatzchance mit 50:050 ein.

Als seine Mannschafts-Kameraden sich am Dienstag-Nachmittag geschlossen auf Trainingsplatz eins zur Abschluss-Einheit vor dem gestrigen UI-Cup-Spiel gegen Slovan Liberec begaben, absolvierte Agali im Parkstadion sein individuelles Programm. Unter Anleitung von Reha-Coach Christos Papadopoulos lief der lange Schlaks einige Runden und näherte sich dann vorsichtig dem Ball an. Agalis Knie zeigte nach der starken Belastung in der Vorbereitung eine Reaktion und entzündete sich. Die Folgen einer Meniskus-OP im Frühjahr. "Ich hoffe nicht, dass er zum Dauer-Patienten wird", bangt Trainer Jupp Heynckes um die Gesundheit des 24-Jährigen.

In seinen zwei Jahren auf Schalke kam Agali bisher auf 42 Einsätze. Zu wenig, wie viele Kritiker meinen, die den Ex-Rostocker inzwischen fast auf eine Stufe mit Emile Mpenza stellen. "Ich tue alles, um wieder fit zu werden", verspricht Agali, der vor den Knie-Problemen zwei Mal über Wochen wegen eines Risses im Syndesmose-Band ausgefallen war.

Nun also die mögliche Rückkehr in den Kader, und das zum Spiel gegen Borussia Dortmund. Wegen der Vorfälle am 22. Februar müsste Agali eigentlich heiß wie "Nachbars Lumpi" auf den Brasilianer sein. Die überraschende Antwort: "Nein, da shabe ich längst vergessen. Ich habe nichts gegen Dede!"

Autor: hb

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