Nicht nur Coach Ralf Agolli reibt sich bei der SG Schönebeck, Frauenbundesligist, die Hände. Keeperin Lisa Weiss hat ihren am 30. Juni 2009 auslaufenden Kontrakt bis 2011 verlängert.

SG Schönebeck: Agolli sieht "einen Meilenstein"

Keeperin Lisa Weiss bis 2011

Oliver Gerulat
01. Januar 2009, 11:08 Uhr

Nicht nur Coach Ralf Agolli reibt sich bei der SG Schönebeck, Frauenbundesligist, die Hände. Keeperin Lisa Weiss hat ihren am 30. Juni 2009 auslaufenden Kontrakt bis 2011 verlängert. "Für unseren Club ist das sicherlich ein Meilenstein", legt sich Agolli fest, "Lisa ist nicht umsonst im erweiterten Fokus der A-Nationalmannschaft."

Die 21-Jährige ist Teil der U23 des Deutschen Fußballbundes. Weiss: "Ich sehe mit der SGS super Möglichkeiten in der Bundesliga." Auch Detlef Loeschin, Teamkoordinator der SGS, atmet tief durch: "Das waren sehr vernünftige Gespräche, für uns ist das die korrekte Entscheidung, allerdings auch für Lisa." Die bekanntlich vom FCR Duisburg kam, mittlerweile mit Konkurrentin Steffi Löhr vielleicht mit das stärkste Duo eines Vereins der Bundesliga bildet.

Weiss machte nie einen wirklichen Hehl daraus, gerne im Ruhrgebiet bleiben zu wollen, um hier auch ihr Sportstudium zu verfolgen. Der nächste Schritt dürfte sein, Steffi Weichelt längerfristig an die SGS zu binden. Die Stürmerin, die sicherlich längst auch einmal eine DFB-Chance verdient gehabt hätte, machte in den letzten eineinhalb Jahren eine enorme Entwicklung durch, vor allen Dingen auch dadurch, dass Agolli sie ganz nach vorne beorderte. "Auch bei Steffi sind wir mehr als entspannt", legt sich Loeschin fest, der bald mit der Signatur rechnet. "Was für Lisa gilt, kann ich genau so über Steffi sagen", bestätigt Agolli.

Vorab verlängerten bereits Carina Chojnacki - so was wie ein Urgestein - und auch die erst vor der Spielzeit aus Wattenscheid gekommene Daniela Löwenberg bis 2011, so dass Agolli für die Defensive schon viele Hausaufgaben gemacht sieht. "2011 ist ein großes Jahr für den deutschen Frauenfußball", spielt der engagierte A-Lizenzinhaber auf die Weltmeisterschaft auf heimischem Boden an.

Agolli: "Es wird sich einiges tun, viele Schritte zur Professionalisisierung werden beschritten. Unsere Aufgabe ist es, genau dafür die sportliche Aufbauarbeit zu leisten, der Kader muss kontinuierlich aufgebaut werden." Die Unterschriften waren deshalb logisch - auch der lange Zeitraum. Agolli: "Wir gehen das weiter an."

Autor: Oliver Gerulat

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