Hamit Altintop tun ein wenig die Schultern weh. Das kommt vom vielen klopfen, das er in den vergangenen Tagen über sich ergehen lassen musste.

SCHALKE 04 - Möller-Nachfolger gefunden

hb
14. Juli 2003, 08:56 Uhr

Hamit Altintop tun ein wenig die Schultern weh. Das kommt vom vielen klopfen, das er in den vergangenen Tagen über sich ergehen lassen musste.

Hamit Altintop tun ein wenig die Schultern weh. Das kommt vom vielen klopfen, das er in den vergangenen Tagen über sich ergehen lassen musste. Nein, die vielen Lobeshymnen, die ihm seit den ersten Testspielen für den FC Schalke vorgesungen werden, sind dem schüchtern wirkenden 20-Jährigen eher unangenehm. "Das sind alles schöne Kritiken, aber um so tiefer kann man fallen", bleibt Altintop schön auf dem Teppich.

Die einzigen sichtbaren Mätzchen, die sich der Ex-Wattenscheider erlaubt, sind ein Schweißband und ein abgeklebter Ring. "Ich schwitze halte so, das ist kein Aberglaube", winkt Altintop zur Frage nach dem schwarzen Stoff am Handgelenk ab. Auch mit der Mär, dass er das Schweißband deshalb schon früher trug, damit ihn sein ehemaliger Trainer Hannes Bongartz von Zwillingsbruder Halil unterscheiden können, räumt Hamit auf: "Wir bewegen uns ganz anders, er ist mehr der Techniker und ich der Robustere." Und die Sache mit dem Ring ist halt auch kein modischer Schnickschnack, sondern soll Gegenspieler vor Verletzungen schützen.

Gründe, um abzuheben, hätte Hamit Altintop eigentlich reichlich. Während Andreas Möller für den Spielmacher die Nummer zehn fordert, suchen ihn seine neuen Team-Kameraden auf dem Platz, als ob er schon Jahre lang für den FC Schalke spielen würde. "Ich bin sehr gut aufgenommen worden, alle sind sehr nett zu mir", schätzt Altintop bisher die Atmosphäre auf Schalke. "Das ist schon beeindruckend, wie er mit seinen 20 Jahren schon das Spiel an sich zieht", lobt Ebbe Sand seinen neuen Vorlagen-Geber.

Denn für ihn zuvor ungewohnte Kulissen von 5.000 Fans beim ersten Training und in Zukunft über 60.000 in der Arena machen ihm nichts aus. "Auch wenn 100.000 im Stadion sind, das macht mir nichts. Wenn der Trainer mich auf meiner Lieblings-Position spielen lässt, können die Fans viel Freude an mir haben", weiß der türkische U21-Nationalspieler und hofft: "Wenn ich mich auf Schalke durchsetzen kann, vielleicht kommt dann auch eine Einladung der A-National-Mannschaft. Darüber habe ich mich schon mit Illie Bastürk unterhalten."

Autor: hb

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