Wuppertals Auf- und Absteiger der Hinrunde in der Übersicht.

WSV Borussia: Hinrunden-Bilanz, Teil 2

Die Auf- und Absteiger

31. Dezember 2008, 09:17 Uhr

Wuppertals Auf- und Absteiger der Hinrunde in der Übersicht.

Aufsteiger
Ein Punkt, der angesichts der momentan Lage beim WSV Borussia eigentlich ausgelassen werden könnte. Tatsächlich profitierten aber einige Akteure aus der zweiten Reihe von der momentanen Krise, die sonst wohl ausschließlich für die sechstklassige Reserve aufgelaufen wären. Defensivtalent Glen Akama-Eseme nutzte die Gunst der Stunde und durfte in den letzten drei Partien des Jahres auflaufen. Die Aussicht auf weitere Einsätze ist durchaus günstig, da die linke Abwehrseite eine Achillesferse des WSV ist. Allerdings bemühen sich die Verantwortlichen auf dieser Position noch um eine Verstärkung.

Lars Marten durfte in Aue und gegen Emden über 90 Minuten ran, nachdem er es in drei Spielzeiten zuvor auf lediglich vier Regionalliga-Einsätze brachte. Ein steiler Aufstieg des 24-Jährigen, der seine Hoffnungen auf eine Beförderung zwischenzeitlich schon aufgegeben haben dürfte.

Da hat Mahmout Najdi mit seinen fast 20 Lenzen einen echten Altersvorteil. Das Talent kam im Sommer von der A-Jugend des MSV Duisburg und durfte schon im ersten Halbjahr bei den Senioren ein wenig Profiluft schnuppern.

Absteiger
Nermin Celikovic kam mit großen Erwartungen aus Emden, enttäuschte bislang aber auf ganzer Linie. Der Offensivmann konnte das WSV-Spiel zu keinem Zeitpunkt an sich reißen und verlor nach dem neunten Match seinen Stammplatz. Doch auch mit den folgenden Joker-Auftritten schaffte er es, den zweitschlechtesten Notenschnitt aller Wuppertaler einzuheimsen (die komplette Übersicht lesen Sie am kommenden Sonntag im RS).

Auch Stefan Markolf muss bislang als Fehleinkauf eingestuft werden. Der Linksverteidiger leistete sich nicht einzelne Aussetzer, sondern spielte fast durchgehend schlecht. Die Folge: Der Verein sucht dringend einen neuen Mann für die Problemstelle, zumal Markolf nach einer Knie-OP noch längere Zeit ausfallen wird.

Tobias Damm scheint in dieser Rubrik seinen Stammplatz gefunden zu haben, nachdem er den in der ersten Elf zeitweilig verloren hatte. Der Publikumsliebling befindet sich seit über einem Jahr im Leistungstief. Auch wenn er derzeit überhaupt keine Torgefahr ausstrahlt, es schlummert einiges an Potenzial in ihm. Wenn er das aber nicht bald abruft, könnte eine Luftveränderung die einzig sinnvolle Lösung sein – so schmerzlich das wäre.

Victor Hugo Lorenzón und Dennis Schulp wurden suspendiert, begnadigt und dann wieder suspendiert – ebenso wie Daniel Voigt und Thomas Litjens, die sich einen neuen Verein suchen sollen.

Problem
Auch wenn die Offiziellen nur zu gerne etwas anderes behaupten: Wenn sich die Mannschaft in der Hinrunde mal weitgehend einig war, dann nur in der Beurteilung der Art von Ex-Trainer Christoph John und Manager Carsten Pröpper. Der Mumm, die Kritik auch mal offen zu äußern, fehlte den meisten Kickern allerdings. Dabei wussten die Verantwortlichen doch ohnehin Bescheid: Pröpper soll stolzer Besitzer eines Maulwurfs in der Mannschaft sein (RS berichtete).

Zukunft
In dem herrschenden Klima des Misstrauens konnten die Spieler ihre volle Leistungsstärke offenbar nicht abrufen. Daher musste die personelle Notbremse gezogen werden. Die Rückholaktion von Uwe Fuchs kann ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt sein. Die Frage ist allerdings, ob es mit dieser einzigen Personalie schon getan sein sollte, um einen echten Neuanfang zu ermöglichen.

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