Von den fünf Neuzugängen, die der FC Schalke bisher für die kommenden Saison verpflichtet hat, traut man allgemein Levan Kobiashvili am ehesten den Sprung in die erste Elf zu.

SCHALKE: Kein neuer Möller - Kobiashvili lieber hinten

hb
07. Juli 2003, 11:52 Uhr

Von den fünf Neuzugängen, die der FC Schalke bisher für die kommenden Saison verpflichtet hat, traut man allgemein Levan Kobiashvili am ehesten den Sprung in die erste Elf zu.

Von den fünf Neuzugängen, die der FC Schalke bisher für die kommenden Saison verpflichtet hat, traut man allgemein Levan Kobiashvili am ehesten den Sprung in die erste Elf zu. Beim Aufsteiger SC Freiburg die tragende Figur im Mittelfeld, wird der Georgier nun aber mit einer für ihn völlig ungewohnten Situation konfrontiert. "Das ist hier schon etwas anders als in Freiburg", muss sich Kobiashvili erst noch an den Rummel, der auf Schalke herrscht, gewöhnen.
Vom Naturell ein eher stiller Typ, drängt es den Linksfuß weder in die Medien noch mit großem Hurra gleich in die nächste Fankneipe. Zurückhaltend, ja fast schüchtern, gliedert sich Kobiashvili ins Team ein. Eine vorlaute Forderung nach einem Stammplatz wird man vom 26-Jährigen nicht hören. "Ich möchte versuchen, so oft wie möglich zu spielen", sagt Kobiashvili leise.
So verwundert es schon, dass der Techniker sich in seinen ersten Tagen auf Schalke mit einem etwas ungewöhnlichen Wunsch an Jupp Heynckes wandte. "Ich spiele lieber weiter hinten", äußerte Kobiashvili jüngst gegenüber dem neuen S04-Coach. Der zeigte sich zunächst überrascht, weil er den Nationalspieler in einer offensiven Mittelfeld-Rolle kannte.
Heynckes überhörte die Bitte des Spielers nicht, möchte Kobiashvili aber bis zum ersten Härtetest, dem UI-Cup-Hinspiel in Tirana oder Chisinau noch auf mehreren Positionen testen. Bei der Konkurrenz-Situation im Kader ist es ohnehin Bedingung, variabel einsetzbar zu sein. Flexibilität ist von jedem einzelnen Spieler gefragt. Für Kobiashvili bedeutet das, hinten links eine Alternative zu Nico van Kerckhoven zu sein, aber auch in allen Mittelfeld-Positionen zur Verfügung zu stehen.
Eins ist aber klar: Als Nachfolger von Andreas Möller sieht er sich trotz seiner zweifellos vorhandenen Spielmacher-Qualitäten nicht. "Nein, Möller war ein anderer Typ. Er hat offensiver gespielt, ist auch mal von hinten bis ganz in die Spitze vorgestoßen. Das ist nicht mein Spiel", schüttelt Kobiashvili den Kopf.

Autor: hb

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