Endlich rollt auch beim VfL Bochum wieder der Ball. Doch das runde Objekt sorgte bei der Einheit am Dienstag Nachmittag zunächst für Irritationen.

VFL BOCHUM - Sonntag soll neuer Angreifer da sein

gp
03. Juli 2003, 15:17 Uhr

Endlich rollt auch beim VfL Bochum wieder der Ball. Doch das runde Objekt sorgte bei der Einheit am Dienstag Nachmittag zunächst für Irritationen.

Endlich rollt auch beim VfL Bochum wieder der Ball. Doch das runde Objekt sorgte bei der Einheit am Dienstag Nachmittag zunächst für Irritationen. Denn Ballhersteller Derby-star hatte neben dem traditionellen weißen Übungsgerät auch noch revolutionäre schwarz-weiß gepunktete Bälle geliefert. Und damit konnten sich die Profis des VfL noch nicht anfreunden. Neururer schmunzelnd: "Irgendwie erinnern sie mich an Billardkugeln." Doch im Training wurde es immer deutlicher, der VfL besitzt in der Spielzeit 03/04 einen Kader, der durchweg in der Lage ist, das Spielgerät zu beherrschen. Obwohl am ersten Trainingstag die Nationalspieler Freier (Sonderurlaub) und Buckley (Länderspieleinsatz) sowie Anton Vriesde (Hochzeit des Bruders) fehlten, zeigte sich schnell, dass die Spielstärke der Mannschaft gegenüber dem Vorjahr eher noch gestiegen ist. Peter Neururer: "Ich bin mit dem vorhandenen Kader mehr als zufrieden."

Und dennoch, eine Personalie wird in dieser Woche mächtig voran getrieben - einen geeigneten Ersatz für Thomas Christiansen zu finden. Die Rückennummer "neun" ist für den Neuen schon reserviert, es wird alles getan, damit dieser sich schon am Sonntag um 10.30 Uhr zum offiziellen Fototermin des VfL Bochum einfindet. Allerdings verhandelt der VfL weiterhin an zwei Fronten. Beides Spieler aus dem benachbarten Ausland, die im Fußball schon einen guten Klang haben.

Einen guten Namen und eine gehobene Qualität braucht der Neue zwangsläufig. Denn lauscht man beim Training, dann sprühen die Sturmkonkurrenten nur so vor Selbstvertrauen. Momo Diabang: "Im letzten Jahr habe ich zehn Tore erzielt, nun sollen es 20 oder mehr werden." Auch Vahid Hashemian will sich mit seinen zehn Treffern der vergangenen Saison nicht zufrieden geben. Sein Erfolgsrezept: "Mehr Einsatzminuten, mehr Tore!" Einen mächtigen "Sandsack" packt derweil Rein van Duijnhoven seinem Kollegen Paul Freier - noch bis Sonntag in Urlaub - auf den Rücken: "Sieben Tore und 14 Vorlagen im Vorjahr, da kommt er garantiert auf 15 Tore." Bleibt, last but not least, Delron Buckley. Der Südafrikaner, am Sonntag ebenfalls wieder zurück, traf in der abgelaufenen Spielzeit nur drei Mal. Neururer: "Ich bin sicher, dass er sich noch gewaltig steigern kann." Gelingt es den Bochumer Angreifern auch nur annähernd, ihren mutigen Prognosen gerecht zu werden, dann könnte der VfL, wie schon in der abgelaufenen Spielzeit, hinter Bayern München die torhungrigste Mannschaft werden.

Nach dem Laktattest am Dienstag Vormittag, die fehlenden Spieler Freier, Buckley, Vriesde und der noch geschonte Wosz holen den Test nach, waren die Neuen am Nachmittag beim ersten Balltraining im Blickpunkt der Fans. Da gab es so manches "Ah und Oh", versetzten Diabang, Bönig, Zdebel und Bjarni Gudjonsson die Fans in Erstaunen. Gestern dann hatte der Alltag die Profis fast schon wieder ein. Bei Nieselregen und kaum Zuschauern konnte Peter Neururer das machen, was er am liebsten tut: Mit seiner Mannschaft ganz intensiv arbeiten. Dabei lobte und tadelte Neururer, und fast schien es so, als habe der Coach die 100 Prozent, die er am 3. August von seinem Team fordern wird, selbst schon jetzt erreicht.

Autor: gp

Kommentieren