Neururer heiß auf die neue Saison

01. Juli 2003, 17:11 Uhr

Er wollte sein Golf-Handicap im Urlaub verbessern, scheiterte allerdings. Dies soll Peter Neururer bei den Zielen für die nächste Bundesliga-Saison nicht passieren - der Coach des VfL Bochum ist heiß.

Sein Golfspiel konnte Peter Neururer im Urlaub auf Mallorca, Sylt und in Österreich nicht verbessern - Ziel Handicapsverbesserung verpasst. In der kommenden Bundesliga-Saison soll ihm dies beim VfL Bochum nicht passieren. Neururer geht optimistisch in die neue Spielzeit und setzt seine Akteure unter Druck.

"Abstiegsangst ersparen"

"Von Stagnation will ich nichts wissen. Wir wären ja total behämmert, wenn wir uns jetzt mit der gleichen Platzierung zufrieden geben würden. Ein bisschen mehr als Platz neun sollte es schon sein", erklärte der 48 Jahre alte Trainer, der am Dienstag als 17. und vorletzter Klub - nur Meister Bayern München steht noch aus - das Training für die 41. Spielzeit aufnahm und fügte hinzu: "Bitte nicht wieder zittern. Wir wollen uns eine achtwöchige Phase der Abstiegsangst wie in der vergangenen Saison ersparen und der Sicherheitsabstand zu den Abstiegsplätzen soll möglichst schnell groß sein."

Beim Trainingsauftakt konnte Neururer die vier ablösefreien Neuerwerbungen Bjarni Gudjonsson (Stoke City), den Ex-Kölner Thomas Zdebel (Genclerbirgili Ankara), Philipp Bönig (MSV Duisburg) und Momo Diabang (Arminia Bielefeld) begrüßen. Der Ex-Dortmunder Sunday Oliseh und Kapitän Dariusz Wosz steigen wegen leichter Blessuren erst später ins Training ein. Wegen der EM-Qualifikationsspiele in Schottland und auf den Färöer-Inseln erhielt Nationalspieler Paul Freier eine Woche länger Urlaub.

Die Mannschaft ist gefestigt

"Die Dichte in unserem Kader ist größer geworden, und die Mannschaft ist durch die Erfahrungen in der letzten Spielzeit enorm gewachsen. Erst ein Superstart, später fast abgeschrieben, als wir achtmal hintereinander nicht gewonnen haben, am Ende sind wir wieder aufgestanden - solche Erlebnisse schweißen zusammen", meinte Neururer.

Der Senegalese Diabang, der für Absteiger Bielefeld in der vergangenen Spielzeit zehn Tore erzielte, tönte beim Trainingsauftakt: "Ich will für den VfL 20 Tore schießen." Unabhängig davon erwägt der VfL, noch in dieser Woche einen Offensivspieler zu verpflichten.

Reis flirtet mit Augsburg

Verlassen will dagegen Thomas Reis die "Blauen", obwohl er noch einen bis 2004 befristeten Vertrag besitzt. Aber der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler sieht beim VfL keine Chance mehr auf einen Stammplatz. Reis steht in Verhandlungen mit dem Süd-Regionalligaklub FC Augsburg, wo der ehemalige Bochumer Trainer Ernst Middendorp tätig ist.

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