Thomas Christiansen ist in diesen Tagen bei den Medienvertretern ein gefragter Mann. Zum einen, weil er sich bis zum letzten Spieltag einen packenden Zweikampf mit Giovane Elber um die Torjägerkanone liefert.

BOCHUM: Bleibt Christiansen oder nicht?

pohl
19. Mai 2003, 11:07 Uhr

Thomas Christiansen ist in diesen Tagen bei den Medienvertretern ein gefragter Mann. Zum einen, weil er sich bis zum letzten Spieltag einen packenden Zweikampf mit Giovane Elber um die Torjägerkanone liefert.

Thomas Christiansen ist in diesen Tagen bei den Medienvertretern ein gefragter Mann. Zum einen, weil er sich bis zum letzten Spieltag einen packenden Zweikampf mit Giovane Elber um die Torjägerkanone liefert. Zum anderen, weil niemand weiß, ob es seinen beiden Beratern nicht doch noch gelingt, den Spanier, der für eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro trotz gültigen Vertrags wechseln darf, irgendwo hin zu verhökern. Christiansen hält sich daraus, gestand aber gestern ein: „Meine Berater haben sich in den letzten Tagen mit dem VfL zusammen gesetzt.“ Über den Stand der Verhandlungen wollte der Torero eigentlich nichts sagen. Doch dann sprudelte es plötzlich aus ihm heraus: „Das neue Angebot des VfL ist gar nicht so schlecht. Wir sind uns ein ganzes Stück näher gekommen.“ Immerhin fügte der 20-fache Torschütze noch an: „Ich glaube, ich bleibe in Bochum. Aber warten wir mal ab.“
Thomas Christiansen war in den 90 Minuten gegen den HSV der tragische Held. Zunächst sein wunderschönes Tor mit dem Hinterkopf, und dann ein dumm verschuldeter Freistoß, der zum Ausgleich führte. Neururer grantelnd: „Das war völlig überflüssig.“ Doch am meisten geärgert hat es den Torschützen: „Es war eine so wunderbare Stimmung im Stadion, da hätten wir den Fans und Sesi gerne zum Abschluss einen Sieg geschenkt.“ Doch dann zog er trotzdem ein zufriedenes Fazit: „42 Punkte für einen Aufsteiger, das ist doch gar nicht so schlecht. Und wichtig ist, dass ich mit meinen Toren dazu beigetragen habe, dass alle VfL-Fans am Ende sagen: Diese Saison hat Spaß gemacht. Sieht man von unserer Verletzungsmisere ab, dann war das doch recht souverän, wie wir uns als Aufsteiger verkauft haben.“
So ganz hat er die Torschützenkanone noch nicht aus den Augen verloren. Christiansen: „Man sollte mich nicht abschreiben. Auch in München bin ich für einen Treffer gut.“ Sein Trainer jedenfalls hat den „Torschützen des Jahres“ schon selber ernannt: „Der Torero ist sensationell, er hätte den Titel allemal verdient.“

Autor: pohl

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