Fast mit dem Schlusspfiff glich Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach zum 2:2 aus. Jiri Stajner rettete Hannover mit seinem Treffer die Klasse, Borussia muss noch weiter zittern.

Hannover punktet mit dem Schlusspfiff

17. Mai 2003, 17:35 Uhr

Fast mit dem Schlusspfiff glich Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach zum 2:2 aus. Jiri Stajner rettete Hannover mit seinem Treffer die Klasse, Borussia muss noch weiter zittern.

Hannover 96 ist gerettet - Borussia Mönchengladbach muss weiter zittern: Im Duell der Abstiegskandidaten trennten sich beide Klubs 2:2 (1:0). Hannover genügte der Punkt zum Klassenerhalt, die "Fohlen-Elf" vom Niederrhein benötigt im abschließenden Spiel gegen Werder Bremen noch ein Zähler, um endgültig den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Mehr als 6000 mitgereiste Borussen-Fans wähnten ihre Elf bereits am "rettenden Ufer", ehe Jiri Stajner in der Schlussminute noch den Ausgleichstreffer für die Gastgeber erzielte.

Hannovers Führung durch Krupnikovic

Dabei erlebten die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Die Niedersachsen sahen zunächst mehr als eine Stunde lang wie die Sieger aus. Das Team von Coach Ralf Rangnick war in der zehnten Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß von Mittelfeldspieler Nebojsa Krupnikovic in Führung gegangen.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich jedoch das Blatt: Die Gäste fanden über verstärktem Kampf immer besser ins Spiel und kamen in der 62. Minute durch einen Kopfballtreffer des Finnen Mikael Forssell zum Ausgleichstreffer. Nur vier Minuten brachte Verteidiger Sladan Asanin die Gäste sogar in Führung.

31.878 Zuschauer in der ausverkauften AWD-Arena sahen allerdings unter dem Strich eine äußerst schwache Partie. Beide Teams konnten ihre von Beginn an deutlich spürbare Nervosität nie ablegen und so gab es auf beiden Seiten viele Fehlpässe und Missverständnisse. Bezeichnend für das Niveau dieser Partie war es, dass sich die erste klare Torgelegenheit erst in der 54. Minute ergab, als Gladbachs Abwehrspieler Jeff Strasser mit einem wuchtigen Kopfstoß an 96-Torhüter Gerhard Tremmel scheiterte. Dabei wäre der erste Auswärtssieg der Rheinländer seit September vergangenen Jahres verdient gewesen, weil die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen mehr Einsatz zeigte und in der Schlussphase den Platzherren auch konditionell überlegen war.

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