Der Einstand des neuen Bayer-Trainers Klaus Augenthaler hätte nicht besser laufen können: Gegen 1860 München siegte Leverkusen mit 3:0 und verlässt die Abstiegsplätze, weil Bielefeld zeitgleich in Rostock patzte.

Leverkusen greift nach dem Strohhalm

cle
18. Mai 2003, 09:24 Uhr

Der Einstand des neuen Bayer-Trainers Klaus Augenthaler hätte nicht besser laufen können: Gegen 1860 München siegte Leverkusen mit 3:0 und verlässt die Abstiegsplätze, weil Bielefeld zeitgleich in Rostock patzte.

Bayer Leverkusen hat in seinen 819. Bundesligaspiel seit dem Aufstieg 1979 die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der deutschen Rennomierklasse genutzt. Im Nervenspiel besiegte der deutsche Vizemeister beim Debüt des neuen Cheftrainers Klaus Augenthaler 1860 München mit 3:0 (2:0). Der deutsche Vizemeister, der vor Jahresfrist im Champions-League-Finale von Glasgow gegen Real Madrid gestanden hatte, könnte den Klassenerhalt ausgerechnet bei Augenthalers Ex-Klub und Absteiger 1. FC Nürnberg am nächsten Samstag aus eigener Kraft perfekt machen. Durch den Sieg und die gleichzeitige Niederlage von Arminia Bielefeld in Rostock verließen die Rheinländer die Abstiegsränge.

Vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena gelang dem Ex-"Löwen" Daniel Bierofka schon nach acht Minuten mit seinem siebten Saisontor die Führung. Vorausgegangen war ein kapitaler Fehler von Thomas Häßler gegen Carsten Ramelow, als er im eigenen Strafraum den Ball vertändelte.

Berbatow und Babic sorgen für die Entscheidung

Danach vergab Dimitar Berbatow in der 13. Minute das 2:0, doch Marco Kurz konnte den Heber noch von der Torlinie wegbefördern, und wiederum Berbatow traf in der 22. Minute nur den Innenpfosten des 1860-Tores. Berbatow gelang aber in der 44. Minute sein viertes Saisontor. Das Tor resultierte aus einem nach Flanke von Boris Zivkovic. Zuvor hatte der Bulgare Roman Tyce getunnelt. Die Entscheidung fiel schon in der 48. Minute nach einer glänzenden Sololeistung von Marko Babic. Danach sangen die freudetrunkenen Bayer-Fans: "Niemals zweite Liga".

Der Dreifach-"Vize" wusste von Beginn an, worum es gegen die Münchner "Löwen" ging, die sie in München im Hinspiel schon mit 3:0 besiegt hatten. Die Mannschaft spielte aggressiv, kämpfte, und mit zunehmender Spieldauer ging auch die Verunsicherung mehr und mehr verloren.

1860 hat nach der Pleite bei Bayer trotzdem noch eine Chance auf den UI-Cup, aber die Mannschaft des Ex-Leverkusener Profis Falko Götz, der 1988 mit Bayer den UEFA-Cup gewonnen hatte, muss sich im letzten Spiel gegen den VfL Bochum sich erheblich steigern.

Autor: cle

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