Als die Zweitvertretung von Borussia Dortmund am vergangenen Samstag mit Preußen Münster einen der schärfsten Aufstiegskonkurrenten bezwang, erfuhr Damir Vrancic davon nur per Telefon.

BVB II: Vrancic warnt vor zu viel Selbstzufriedenheit

„Für ein Fazit ist es zu früh“

Matthias Dersch
12. Dezember 2008, 10:27 Uhr

Als die Zweitvertretung von Borussia Dortmund am vergangenen Samstag mit Preußen Münster einen der schärfsten Aufstiegskonkurrenten bezwang, erfuhr Damir Vrancic davon nur per Telefon.

Der 23-Jährige, normalerweise eine feste Größe im Team von Theo Schneider, schaffte überraschend den Sprung in den Profikader und saß in Bielefeld auf der Bank, während sich seine eigentlichen Kollegen auf Rang zwei vorschoben.

Am Samstag, beim nächsten Schlager gegen Rot-Weiss Essen in der „Sechser“ jedoch wieder an Bord – und setzt schon vorher auf die Abteilung Attacke: „Wir haben jetzt dreimal hintereinander gewonnen. Es ist doch klar, dass wir diese Siegesserie jetzt auch gegen Essen fortsetzen wollen.“

Einen Gedanken daran, dass die ungewohnt große Kulisse an der Hafenstraße den „Borussen-Bubis“ die Suppe versalzen könnte, verschwendet der Bosnier nicht.

Im Gegenteil, er kennt volle Stadien aus seinen 22 Bundesliga-Einsätzen nur zu gut, als dass er Angst davor hätte: „Ich habe RWE gegen Mainz gesehen, da waren 8.000 Leute da. Das ist schon überragend für die vierte Liga. Ich freue mich sehr auf das Match.“

Doch so groß die Vorfreude ist, so groß ist auch der Wille, die zuletzt guten Leistungen nicht durch eine Pleite gegen einen Mitkonkurrenten kurz vor Weihnachten schmälern zu lassen.

„Es sieht so aus, als seien wir reifer geworden. Früher haben wir Spiele nach einer Führung immer verloren, jetzt drehen wir Partien zu unserem Vorteil. Aber ob wir wirklich stabiler geworden sind, muss sich erst noch zeigen“, scheint der Mittelfeld-Stratege dem Braten noch nicht zu 100 Prozent zu trauen.

Denn obwohl aktuell der zweite Tabellenrang zu Buche steht, ist es noch gar nicht allzu lange her, dass die Dortmunder ihre Aufstiegsträume fast schon hätten begraben können.

Was heute noch gut funktioniert, kann morgen schon wieder auseinanderbrechen. Auch deshalb warnt Vrancic: „Für ein positives Fazit ist es noch zu früh. Es sind noch zwei Partien. Klar, der Stand heute stellt mich zufrieden. Aber verlieren wir in Essen und gegen Mainz, sieht das schon wieder ganz anders aus.“

Autor: Matthias Dersch

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